Zehnkämpfer Abele nach schwachem Stabhochsprung Dritter

Arthur Abele ist weiter auf Medaillenkurs

Zehnkämpfer Arthur Abele hat im Rennen um Gold bei der Heim-EM in Berlin einen kleinen Rückschlag kassiert. Mit dem Stab übersprang der 32 Jahre alte Ulmer lediglich seine Einstiegshöhe von 4,60 m und scheiterte danach dreimal an 4,80. Abeles Bestleistung steht bei 5,01, in der laufenden Saison kam er bislang auf 4,90. Vor den letzten beiden Disziplinen rutschte Abele damit auf Platz drei ab.

"Die Anlage hier ist ein wenig seltsam. Erst geht es beim Anlauf 20 Meter bergan, dann gibt es einen Knick und es geht 20 Meter bergab - das liegt mir gar nicht", sagte Abele: "Bei 4,60 hat es noch funktioniert, bei 4,80 war es aber ein einziges Durcheinander. Das ist ein bisschen doof. Aber Speer und 1500 m sind jetzt meine Paradedisziplinen, da werde ich Vollgas geben müssen. Es wird ein spannender Fight."

Der Brite Tim Duckworth eroberte mit 5,10 m die Führung zurück und liegt mit 6930 Punkten vor dem neutralen Athleten Ilja Schkurenjow (6860) und Abele (6832). Duckworth ist aber im Vergleich zu Abele ein deutlich schlechterer Speerwerfer und 1500-m-Läufer.

Der erst 20 Jahre alte Aufsteiger Niklas Kaul (Mainz) übersprang 4,70 m und kämpft um eine Top-10-Platzierung. Der europäische Jahresbeste Maicel Uibo aus Estland verletzte sich beim Stabhochsprung und wurde im Rollstuhl aus dem Stadion gebracht.

Topfavorit Kevin Mayer (Frankreich) hatte bereits am ersten Tag alle Titelhoffnungen begraben müssen. Der Weltmeister leistete sich drei ungültige Versuche im Weitsprung und stieg anschließend aus. Auch Mathias Brugger (Ulm) setzte keinen gültigen Versuch in den Sand und trat am zweiten Tag zum Diskuswurf nicht mehr an.

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