Philipp Lahm fordert von Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der WM mehr Kontinuität und klare Strukturen in der Mannschaft. (Archivbild)
Philipp Lahm fordert von Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der WM mehr Kontinuität und klare Strukturen in der Mannschaft. (Archivbild) Bild: Michael Matthey/dpa
Fußball
"Zu viel Hin und Her": Lahm kritisiert Wechsel bei DFB-Elf

Philipp Lahm sieht zu viel personelles Durcheinander im DFB-Team und warnt: Ohne festen Kern kann das Team nicht wachsen. Was er von Julian Nagelsmann jetzt erwartet.

Berlin.

Der frühere Fußball-Weltmeister Philipp Lahm hat die fehlende personelle Konstanz in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Julian Nagelsmann kritisiert. "Für mich waren es zu viele Wechsel, teilweise verletzungsbedingt, aber nicht nur. Nun weiß man nicht: Wer ist der Kern, wer passt zusammen?", sagte Lahm im Interview der "Sport Bild". 

"Das muss Julian Nagelsmann jetzt so schnell wie möglich in den Griff bekommen. Zuletzt war es einfach für mich zu viel Hin und Her", ergänzte der Weltmeister von 2014. Die vielen Wechsel gäben den etablierten Spielern nicht die nötige Sicherheit. "Man kann Spieler verbrennen. Ich glaube, es ist jetzt das A und O, nicht mehr so viel zu rotieren. Es muss sich eine Mannschaft finde", betonte der 42-Jährige. 

Lahm sieht Titelchancen für Deutschland

Bei der XXL-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada traut der Ex-Bayern-Profi der DFB-Auswahl dennoch den Titel zu. "Ja, aber man braucht Kontinuität und Automatismen, um Exzellenz zu entwickeln", betonte Lahm. Sorgen um die Qualität müsse sich der deutsche Fan nicht machen. "Fußballerische Klasse ist in jeder Generation vorhanden, wir haben sie auch jetzt", sagte Lahm.

Entscheidend sei jedoch, dass das Team Intensität, Leidenschaft und gegenseitiges Vertrauen entwickle, um Titel gewinnen zu können. "Dieses Vertrauen muss Julian Nagelsmann mit der Mannschaft nun entwickeln", so Lahm. Die Auslosung der Vorrundengruppen für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli findet am Freitag (18.00 Uhr MEZ) in der US-Hauptstadt Washington statt. (dpa)

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