Zverev entschied sich gegen Becker als Trainer: "Ivans Leben ist gerade ein wenig leichter"

Alexander Zverev hat sich bei der Wahl seines neuen Trainers Ivan Lendl gegen eine Verpflichtung von Boris Becker entschieden - offenbar auch wegen dessen privaten Problemen. "Ich hätte es geliebt, mit dir zusammenzuarbeiten, und vielleicht klappt es ja in Zukunft. Aber ich denke, dass Ivan jetzt gerade besser passt", berichtete Deutschlands Nummer eins über ein Telefongespräch mit Becker vor den US Open in New York, die am Montag beginnen.

"Erstens haben einige aus meinem Team schon mit Ivan gearbeitet", sagte Zverev, der außerdem betonte: "Ich dachte einfach, Ivans Leben ist gerade ein wenig leichter. Ich mag Boris. Ich liebe ihn. Er ist ein klasse Typ. Ich habe ihm geschrieben und mit ihm gesprochen, ehe ich die Sache mit Ivan verkündet habe." Seit Dienstag ist bekannt, dass Lendl, einst Beckers großer Rivale auf dem Court, den Zuschlag von Zverev bekommen hat.

Becker selbst hatte nach Insolvenzverfahren und Trennung von seiner Frau Lilly zugegeben, dass es "schon bessere Zeiten" in seinem Leben gegeben habe. Zverevs Entscheidung für Lendl lobte Becker ausdrücklich: "Ich glaube, dass er gerade bei den Grand Slams Hilfe benötigt. Ivan mit seiner Erfahrung, gerade in New York, ist genau der richtige Mann."

Der achtmalige Grand-Slam-Sieger sei, so Eurosport-Experte Becker, "nicht nur einer der besten Tennisspieler der Welt" gewesen, Lendl genieße "auch ein hohes Ansehen unter den Trainern". Den Briten Andy Murray führte Lendl zu drei Grand-Slam-Siegen. "Sein Erfolg mit Andy hat zu unserer Entscheidung beigetragen", sagte Zverev (21), dessen Vater und Trainer Alexander ein enges Verhältnis zu Lendl pflegt: "Beide kennen sich seit 30 Jahren, die Beziehungist stark. Wenn mein Vater etwas sagt, hört Ivan zu und umgekehrt auch."

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