Stürze trüben Marathon-Idylle

Das Volkssportereignis rund um Eibenstock hat am Sonnabend erneut mehr als 1000 Radfahrer und Läufer ins Erzgebirge gelockt. Jedoch endete der Tag für zwei Pedalritter im Krankenhaus. Ansonsten lief erneut alles rund.

Eibenstock.

An sich hat alles reibungslos geklappt. Dennoch gab es am Sonnabend beim 24. Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock einen Wermutstropfen: Nach einem Unfall mussten zwei Radfahrer ins Krankenhaus gebracht werden.

Was war passiert? Laut Veranstalter hatte sich ein Radfahrer auf der B 283 außerhalb der vorgegebenen Strecke bewegt und kollidierte beim Einfädeln mit zwei anderen Teilnehmern. Es kam zu Stürzen, was die Stimmung trübte. Ansonsten aber lief das Großereignis mit Dreh- und Angelpunkt auf der Bretschneider-Sportstätte reibungslos. Der gastgebende Marathonverein Eibenstock zählte insgesamt 1149 Starter.

Die 100 Kilometer im Sattel - neben 50er- und 30er-Distanz der lange Kanten - entschied Frank Steinmetz vom Team "Pedalritter Birgland" für sich. Ihm folgten Marcus Sölten vom Team "NRT Protective" und Johannes Blind aus Kipfenberg. Bei den Frauen gewann Beate Zanner aus Jena vor Katrin Reichelt vom RSV Erzgebirge und Claudia Schubert vom SV Jöhstadt. Der ambitionierte Hobbyradfahrer Philipp Hartung vom Henka-Race-Team kam auf Platz 38 ins Ziel. "Ich war das zehnte Mal dabei. Strecke und Landschaft reizen mich. Es macht Laune, in Eibenstock zu fahren", sagte der 39-Jährige, der die Herausforderung liebt. "Was weh tut, ist der zweite Ritt auf den Auersberg hinauf. Auch die letzten 30 Kilometer bei Hundshübel haben es in sich." Ronny Wischofsky aus Burkhardtsdorf startet für den RSV Erzgebirge. Warum es die 100 Kilometer sein müssen? "Weil es Spaß macht", so der 45-Jährige, der als 20. ankam. "Sicher quält man sich." Das gehöre dazu. Erik Knauf aus dem Team vom Radhaus Aue wurde in der Männer-Elite Zweiter und Gesamtzwölfter. Auch er ist Dauergast beim DTM. "Es ist eben eine Heimstrecke, da kenne ich mich aus", so der 29-Jährige, der aus Schönheide stammt und nun in Rothenkirchen wohnt. Knauf lobte die Organisatoren. "Zudem trifft man Bekannte." Ziel sei immer, Selbiges zu erreichen und gut durchzukommen.

Die Läufer hatten die Wahl zwischen Marathon, Halbmarathon sowie acht Kilometern. Die Gastgeber vom MVE freuten sich insbesondere über die 97 Starter auf der Königsdistanz, die auch 910 Höhenmeter in sich hatte. Thomas Ungethüm von der Gemeindeverwaltung Stützengrün jubelte doppelt - als Gesamtsieger auf der Marathondistanz, die er in 3:04:19 Stunden abspulte, und Gewinner der parallel laufenden Behördenmeisterschaft Sachsens. "Die Konkurrenz ist groß", sagte er. Es habe neue Gesichter am Start gegeben. "Was geht, zeigte sich erst unterwegs." Für Ungethüm ging eine Menge. "Ich liebe Berge und Landschaftsläufe. Eibenstock zählt klar zu meinen Favoriten."

Bei den Frauen entschied Sabine Pumpol vom TSV Mittweida die 42,195 Kilometer für sich. Auch der Teilnehmer mit der weitesten Anreise durfte einen Sieg feiern: Der Amerikaner Ely Clark (15) gewann in der AK 17 die 50 Kilometer mit dem Rad. Alle Ergebnisse des 24. DTM in Eibenstock gibt's im Internet. www.drei-talsperren-marathon.de

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