Stadt ebnet Weg für zwei Großprojekte

Für das Archivhaus in Lengefeld und das neue Feuerwehrdepot in Pockau sind die Planungen in Auftrag gegeben worden. Doch es gab auch Gegenstimmen im Stadtrat.

Pockau-Lengefeld.

Sie gehören zu den größten Projekten der Stadt Pockau-Lengefeld in den kommenden Jahren: das neue Depot für die Freiwillige Feuerwehr Pockau unweit der Zentralhaltestelle sowie der Umbau des Gebäudes an der Freiberger Straße 1 in Lengefeld zum Stadtarchiv. Beide Vorhaben werden nun weiter vorangetrieben.

Der Stadtrat hat dazu in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung mehrheitlich die Planungsleistungen vergeben. Beim Neubau für das Feuerwehrgerätehaus in Pockau wurde ein Unternehmen aus Chemnitz beauftragt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 338.000 Euro. Allerdings stimmten vier Stadträte gegen die Vergabe, ein Volksvertreter enthielt sich.

Das Vorhaben stößt allen voran bei der AfD-Fraktion auf Kritik. Sie hatte bereits in einer vorangegangenen Sitzung Ende 2019 die Notwendigkeit des 1,76 Millionen Euro teuren Projekts, das mit 650.000 Euro gefördert wird, überprüfen lassen wollen. Fraktionschef Rainer Süß findet, dass kleinere Ortswehren benachteiligt werden. Eine Investition in das Depot in Reifland sei viel dringender.

Doch Rainer Süß scheiterte mit seinem Antrag, zumal Stadtwehrleiter Gerd Uhlmann vor der Abstimmung verdeutlicht hatte, dass die Reihenfolge der notwendigen Investitionen in die acht zum Stadtgebiet gehörenden Feuerwehren unter den Wehrleitungen abgestimmt wurden. Laut Prioritätenliste soll das Gerätehaus in Reifland als nächstes angegangen werden.

Wann genau mit dem Neubau in Pockau begonnen werden kann, steht noch nicht fest. Für das Archivhaus in Lengefeld hingegen sollen möglichst noch in diesem Jahr die Bauleistungen ausgeschrieben werden, erklärt Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU). Auch für dieses Vorhaben haben die Stadträte nun zunächst die Planungen mehrheitlich vergeben. Kostenpunkt: 162.000 Euro. Das marode Gebäude an der Freiberger Straße 1 befindet sich bereits im Besitz der Stadt, steht leer und soll umfassend zum Stadtarchiv umgestaltet werden. Damit werde zugleich das Bild in der Innenstadt aufgewertet, sagt Bauamtsleiter Frank Lämmel.

Der Marktbereich in Lengefeld befindet sich seit acht Jahren im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Mit Hilfe der finanziellen Zuschüsse werden zwei Drittel der Gesamtkosten für das Archiv in Höhe von mindestens 675.000 Euro gedeckt. Dank der Fördergelder konnte unter anderem auch die Stelle eines neuen Innenstadtmanagers zur Belebung und Attraktivitätssteigerung von Lengefeld geschaffen werden.

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