Straßenbau: Anlieger gehen flexibel mit Einschränkungen um

Auf dem Straßenstück der B 175 in Dölitzsch dröhnen zurzeit die Baumaschinen. Ansässige Gewerbetreibende lassen sich etwas einfallen, um ihre Kunden nicht zu verlieren.

Dölitzsch.

Eine wahrscheinlich bis Dezember dauernde Straßenbaustelle mitten vor der Haustür ihres Kosmetikstudios - da ist auch von Sabine Böttcher Kreativität gefragt, um das Geschäft am Laufen zu halten und keine Kunden zu verlieren. "Ich halte per Whatsapp Kontakt mit meinen Kunden, koordiniere so die Termine" sagt die Kosmetikmeisterin. Zudem hat sie - wie andere Gewerbetreibende in diesem Bereich auch - ein Schild vor der Baustelle angebracht, um zu signalisieren, dass ihr Kosmetik- und Fußpflegeunternehmen auch während der Bauarbeiten erreichbar ist. Momentan gebe es trotz einiger Behinderungen durch die Baustelle aber keine größeren Probleme. Doch wie sie, so müssen sich auch die anderen Gewerbetreibenden darauf einstellen, dass in einigen Wochen, wenn der Asphalt aufgezogen wird, Bereiche kurzzeitig gesperrt werden müssen.

"Voraussichtlich wird das Ende November sein. Das ist unser Vertragstermin. Wir wollen aber versuchen, das schon eher hinzubekommen", sagt Bauleiter Alexander Krusch von der Reif Baugesellschaft Schkeuditz, die die Bauarbeiten ausführt. Wie er erklärt, laufe zurzeit der Abriss der alten Straße. Zudem werde die Erneuerung der Straßenentwässerung vorbereitet. Wenn der neue Asphalt aufgebracht ist, müsse dieser dann etwa drei Tage lang auskühlen und aushärten. "Wir werden aber auch während dieser Zeit versuchen, dass die Anwohner zu ihren Grundstücken kommen", versichert Krusch. Die Betroffenen würden rechtzeitig über den Termin informiert. Alles in allem liefen die aktuellen Straßenbauarbeiten ruhig und ohne nennenswerte Probleme.

Die Gewerbetreibenden in diesem Bereich mussten sich Ende 2017 schon einmal in Geduld üben, als der erste Abschnitt vom Bahnübergang an der Oberen Dorfstraße bis zur Grünen Tanne erneuert wurde. Nun ist der Bereich vom Ortseingang bis etwa 50 Meter vor dem Bahnübergang dran.

Wie die Landesstraßenbaubehörde Lasuv mitteilt, wird die Fahrbahn auf einer Länge von knapp einem Kilometer in mehreren Abschnitten saniert. Für das Bauvorhaben stellt der Bund rund 600.000 Euro bereit. Laut Lasuv-Sprecherin Rosalie Stephan könne die Asphaltdecke dann erneuert werden, wenn die neuen Borde und das Entwässerungssystem fertiggestellt sind. Abschließend müssten noch die Bankette der einmündenden Straßen und Zufahrten zur Bundesstraße angepasst werden. Dann erfolge die Markierung der Fahrbahn.

Mit Beginn der Bauarbeiten am 7. September ist eine weiträumige Umleitung des Verkehrs eingerichtet worden. Diese offizielle Umleitungsstrecke führt über die Staatsstraße 242 nach Geithain, weiter über die Bundesstraße 7 und auf der S 51 Richtung Penig wieder zur B 175 nach Narsdorf; der Gegenverkehr entsprechend in die andere Richtung. Für die offizielle knapp 40 Kilometer lange Umleitungsstrecke müssen Kraftfahrer etwa 45 Minuten Zeit einplanen.

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