Traum vom Ganzjahresbad lebt weiter

Die Auerbacher Nachwuchs-Wasserballer dürfen endlich wieder in ihr Element. Doch einiges ist noch ungeklärt.

Auerbach.

Die Nachwuchswasserballer des SV Fortuna Auerbach können mit Öffnung des Freibades Brunn endlich wieder im Wasser trainieren. Bislang mussten sich die Mädchen und Jungen dort mit Trockenübungen begnügen. Wegen Corona fiel das Hallentraining in den zurückliegenden Wochen aus. Nach Lage der Dinge steht die Falkensteiner BG-Klinik als Trainingsstätte künftig nicht mehr zur Verfügung. Ende Juni wird der Komplex offiziell geschlossen. Deshalb soll der Trainingsbetrieb ab September wechselweise beim SV Zwickau und SVV Plauen stattfinden. Laut Jugendwart Ulrich Mikulcak muss im Vorfeld noch einiges geklärt werden. "Wir wollen noch vor den Sommerferien mit den Eltern reden."

Zur Nachwuchsabteilung der Auerbacher Wasserballer gehören insgesamt 34 Kinder und Jugendliche. Vereinsdomizil ist der 1924 erbaute Pavillon im Freibad. Bei Wettkämpfen bildet der Nachwuchs zusammen mit Nema Netzschkau eine Spielgemeinschaft.

Unter diesen Voraussetzungen sei es für die Verantwortlichen insgesamt schwierig, über das gesamte Jahr einen effektiven Trainingsplan zu erstellen. Ein Ganzjahresbad würde vieles ändern. Auch für die Mitglieder der Wasserwacht Brunn, die sich regelmäßig zu ihren Übungen treffen. Dazu bräuchte es allerdings die Genehmigung für einen Ersatzneubau der seit Jahren nicht mehr genutzten Schwimmhalle. Wegen der Coronakrise wurde das Thema im Stadtrat verschoben.

Mikulcak, der auch stellvertretender Fördervereins-Vorsitzender des Waldbads ist, will mit seinen Mitstreitern das Babybecken des Freibades in Eigenleistung sanieren: "Nach jedem Winter fallen erhebliche Reparaturen an." Die Förderer wollen damit auch ein Zeichen für den Erhalt des gesamten Areals als Sport- und Freizeiteinrichtung setzen. Das Thema soll nun in den Ausschüssen diskutiert werden. Ein entsprechendes Konzept inklusive Finanzierungsplan liege der Stadt bereits vor. "Wir haben einen Bauleiter in unseren Reihen", so Mikulcak. Bisher lag der Stadt ein Angebot einer Firma vor. Sie will das Babybecken für 60.000 Euro sanieren. "Da liegen wir deutlich darunter", versicherte der Vereins-Vize. Eine konkrete Summe wollte er nicht nennen.

Der Nichtschwimmer-Bereich ist wegen Schäden schon seit längerer Zeit gesperrt. Seitdem finden immer weniger Familien den Weg ins Waldbad. Die Freunde und Förderer der Anlage wollen diese Entwicklung unbedingt stoppen.

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