Triebel stellt drei Straßen auf LED-Licht um

Arbeiten kosten deutlich mehr als kalkuliert - Masten aus DDR-Zeiten verschlissen - Räte wählen Wunschleuchte

Triebel.

Modernes und kostensparendes Straßenlicht für Triebel: Die Gemeinde lässt die Beleuchtung an drei Straßen auf LED umrüsten. Das betrifft die Bösenbrunner und die Obertriebeler Straße sowie den Kugelangerweg. Den Auftrag für die Bauarbeiten hat der Gemeinderat einstimmig für 35.200 Euro brutto an die Stadtwerke Oelsnitz vergeben. Der kommunale Dienstleister war der einzige Bieter gewesen.

Die Vergabesumme liegt deutlich über der Kostenschätzung von etwa 26.000 Euro, informierte Gemeinderat Ingo Pfretzschner (Bürger für Triebel). An der Bösenbrunner Straße werden elf Masten komplett ausgetauscht und mit Leuchtkörpern versehen, an den anderen beiden Straßen bleiben die bisherigen Masten - hier werden 20 Leuchten neu installiert. "Es sind einige Tiefbauarbeiten nötig", begründete Bürgermeisterin Ilona Groß (parteilos) die Mehrkosten gegenüber der Kalkulation. Nicht zuletzt wegen dieses Aufwands hätten weitere angefragte Firmen kein Gebot für die Arbeiten unterbreitet, erklärte Pfretzschner.

Die Gemeinderäte wollen zudem eine lichtstarke, aber teurere LED-Leuchte, die an der Obertriebeler Straße im Testbetrieb war und gute Kritiken erhielt. Die Stadtwerke hatten in ihrem Gebot alternativ eine Leuchte mit etwas geringerer Ausleuchtung angeboten. Handeln muss die Gemeinde: Peitschenlampenmasten an der Bösenbrunner Straße seien verschlissen, sagte Groß auf Frage von Gemeinderat Clifton Cyliax (Freie Wähler), der auch nach Fördermöglichkeiten fragte. Groß: "Das haben wir abgecheckt. Da gibt es nichts. Nur die Envia zahlt auf Antrag für die Umrüstung einen Zuschuss - 2500 bis 3000 Euro". (hagr)

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