Familienkompass-Umfrage: Jugend bleibt nur in Sachsen, wenn es gute Jobs gibt

Familien fühlen sich wohl im Freistaat - sind aber skeptisch, ob ihre Kinder eine Zukunft hier sehen. Wie passt das zusammen?

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44 Kommentare
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  • 4
    0
    censor
    06.10.2020

    Ich finde, man darf nicht die Verdienstchancen allein absolut stellen.

    Sicher sind in den meisten westlichen Bundesländern die Löhne höher, aber das betrifft leider auch die Mieten und allgemeinen Lebenshaltungskosten. Man muss nur mal ein kleines Stück ins Bayrische fahren und dort in einem Supermarkt einkaufen. Wenn man die sächsischen Verbraucherpreise im Kopf hat, erkennt man, dass fast alles dort unten einen Ticken teurer ist.

    Und wie sieht es mit den Bedingungen für Familien aus?
    Sachsen ist bei den Betreuungsangeboten und deren Qualität immer noch Spitze.

    Auch, wenn die jungen Leute ans Bauen denken sollten, werden ihnen bei den Grundstückspreisen zB im Südwesten die Augen tränen.

    Also - nicht nur den Netto-Lohnzettel entscheiden lassen.

    Und letztlich: Daheeme ist daheeme.
    Es ist schon einmal eine ganze Generation "abgehauen", weil das Gras im Westen grüner erschien.

  • 13
    2
    Deluxe
    06.10.2020

    Und trotzdem ist Weglaufen keine Lösung.
    Wer wegläuft, will die unangenehme Arbeit den anderen überlassen.

    Das war vor 1989 keine Lösung und danach auch nicht. Wer wegrennt, verändert nichts. Und im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, die Abhauer hätten den Herbst 1989 möglich gemacht, sage ich ganz deutlich: Die Hierbleiber waren es, die den Herbst 1989 möglich gemacht haben. Und niemand sonst! Über Ungarn oder die Prager Botschaft sind die einen in den Westen - während die anderen ihren Kopf auf den Montagsdemonstrationen riskiert haben, um etwas zu verändern.

    Die Abhauer machen hier auch jetzt noch keine höheren Löhne und besseren Arbeitsbedingungen möglich. Das müssen schon die Hierbleiber machen.

    Wären nach 1989 nicht so viele weggelaufen, würde es hier vielleicht ganz anders aussehen. Der Herbst 1989 hätte seine Fortsetzung finden können und vielleicht auch müssen - und zwar auf der Straße. Nicht nur für gute Löhne.

  • 7
    2
    Lisa13
    06.10.2020

    Ja warum hier bleiben , mein Sohn ist schon 2002 gen Westen mit Familie gezogen.
    Warum wohl ? Und nicht anders ist es jetzt mit der nächsten Generation...ja wir hier im Osten hingen doch in der Gestaltung der Zukunft völlig hinterher...es ist als erstes , der Lohn ...dieser zieht sich ja durch gesamte Leben , denn später mit der Rente geht es weiter ...warum begreift das keiner , angefangen bei der Regierung und weiter bei vielen mittelständischen AG ...die lieber für sich privat investieren...mein Haus , mein Auto ...mein Boot ...ja der Arbeitnehmer bekommt ja Mindestlohn...traurig und zugleich beschämend

  • 25
    2
    vonVorn
    06.10.2020

    Hat man diese altbekannte Wahrheit jetzt erst erkannt? Das man sich in einem Billiglohnland sehr schlecht eine Zukunft aufbauen kann, ist doch nun wirklich verständlich und altbekannt.