Uneinigkeit im Brunnendorf - Wasserleitungsbau in weiter Ferne

In Biensdorf fordern vier Grundstücksbesitzer den Anschluss ans Trinkwassernetz. Bisher erfolglos. Jetzt führen sie neue Argumente ins Feld.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    cn3boj00
    29.09.2019

    Es ist absolut nicht zu begreifen, dass in einem hochentwickelten Land den Menschen kein Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird. Eben so wenig ist zu verstehen, wieso die Trinkwasserversorgung kein Grundrecht ist und für einen Anschluss dem zu Versorgenden Kosten aufgebürdet werden, die unter Umständen seine Leistungsfähigkeit übersteigen. Trinkwasser ist ein Menschenrecht.
    Wenn im konkreten Fall das Brunnenwasser mit Keimen belastet ist, dürfen die Brunnen nicht zur Trinkwasserversorgung benutzt werden. Das sächsiisce Wassergesetz sagt in §43 dazu folgendes:
    (4) Eine Erlaubnis zur Entnahme von Wasser, das unmittelbar oder nach entsprechender Aufbereitung der öffentlichen Wasserversorgung dienen soll, darf nur erteilt werden, wenn das Wasser den jeweils geltenden hygienischen und chemischen Anforderungen entspricht und die Entnahme nicht gegen verbindliche zwischenstaatliche Vereinbarungen oder Richtlinien der Europäischen Gemeinschaften verstößt.
    (5) Entspricht eine bereits zugelassene Wasserentnahme den Anforderungen nach Absatz 4 nicht und kann sie diesen Anforderungen nicht angepasst werden, darf das entnommene Wasser nicht zur öffentlichen Wasserversorgung verwendet werden. Die zuständige Wasserbehörde hat sicherzustellen, dass die Wasserentnahme für die öffentliche Wasserversorgung aus diesem Dargebot eingestellt wird.

    Ich selbst habe auch einen Brunnen, der sowohl mit Keimen als auch chemisch (Nitrat) belastet ist. Die Wasserbehörde hat diesen Brunnen als nicht für Trinkwasser geeignet eingestuft. Ist bei mir kein Problem, da ich eine Leitung habe. Aber was wäre wenn?
    Ich würde den Betroffenen also raten, die untere Wasserbehörde mit dem Messprotokoll zu konfrontieren. Eigentlich muss sie die Brunnen dann für die Trinkwasserentnahme sperren. Dann hat die Gemeinde wieder den schwarzen Peter, denn sie muss die Versorgung sicher stellen.