Vereine versuchen Selbsthilfe

Unterschiedliche Ansätze zur Krisen-Überwindung

Annaberg-Buchholz/Aue/Stollberg/Zschopau.

Tore gibt es diese Saison keine mehr - dafür aber Tickets, Bratwurst, Limo, Bier und T-Shirts. Das meiste davon virtuell, alles übers Internet. Die Vereine der Region versuchen, sich selbst aus der Corona-Patsche zu ziehen. Mit verschiedenen Ansätzen.

Die Handballer des EHV Aue freuen sich beispielsweise, wenn ihre Fans auf die Rückforderung des Eintrittsgeldes für die ausgefallenen Zweitligaspiele verzichten. Speziell auf das Entgegenkommen der Dauerkartenbesitzer wird dabei gehofft. Die ein paar Etagen tiefer angesiedelten Handballer aus Annaberg verkaufen dagegen bis kommenden Freitag Shirts mit dem Aufdruck "Gemeinsam stark - Handball-Club Annaberg-Buchholz - Wir für unseren Verein". 20 Euro kostet ein Exemplar. "5 davon fließen in unsere Kasse", so Präsident Felix Schneider. Wieder anders packt der Tabellenzweite der Fußball-Kreisliga Ost die Sache an. Er beteiligt sich an einer Internet-Aktion. "Wir sind durch Zufall darauf gestoßen", sagt Jerome Kempe, Vorstandsmitglied der BSG Motor Zschopau. Er tauscht sich häufig mit Verantwortlichen anderer Vereine aus. Unter anderem mit denen des FC Stollberg, der sich ebenfalls am Projekt "Geisterspiel- tickets" beteiligt. Laut Kempe haben die sieben Heimspiele, die in der Rückrunde wegfallen, Folgen. "Zu uns kommen immer zwischen 80 und 120 Zuschauer. Das sind schon Einnahmeverluste", erklärt das Vorstandsmitglied. Die Absage des Zschopauer Schloss- und Schützenfestes, bei dem die Kicker am Getränkestand viele Besucher versorgten, fällt noch mehr ins Gewicht. Um dem fehlenden Umsatz entgegenzuwirken, sei der Verein für jeden Euro dankbar. Den Fans fehle der Fußball samt Plauderei am Spielfeldrand, so Kempe. "Nun kommt man eben auf digitaler Ebene ins Gespräch." (anr/mas)www.hc-ab.de

www.geisterspieltickets.de/

bsg-motor-zschopau

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