1975: Das Ende des Vietnam-Krieges

Nach 20 Jahren endete der Vietnamkrieg. Bereits 1965 waren die DDR-Bürger zur Solidarität mit Vietnam aufgerufen worden.

1. Mai 1975: Mit der Eroberung der süd-vietnamesischen Hauptstadt Saigon durch nordvietnamesische Truppen endete der Vietnamkrieg. Er brach 1955 aus. Mit einem am 1. Mai auf der Titelseite der "Freien Presse" abgedruckten Staatstelegramm übermittelten Erich Honecker (zu dieser Zeit Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, Willi Stoph (Verteidigungsminister) und Horst Sindermann (Vorsitzender des Ministerrats der DDR) dem Zentralkomitee der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams, der Provisorischen Revolutionären Regierung der Republik Südvietnam und der ganzen südvietnamesischen Bevölkerung die "herzlichsten Glückwünsche zu dem historischen Sieg". Einen Tag später wurde auf der zweiten Seite aus einem Telegramm des sowjetischen Staatsoberhauptes Leonid Breschnew zitiert und am 3. Mai folgt noch ein weiteres Telegramm von Erich Honecker.

Bereits seit 1965 hatte die DDR-Regierung die Bürgerinnen und Bürger zur Solidarität mit Vietnam aufgerufen. Zwischen 1966 und 1979 gab es in unregelmäßigen Abständen auch eine Briefmarkenserie mit dem Titel "Unbesiegbares Vietnam". Mit jeder Marke wurden vom Käufer zum aufgedruckten Porto noch fünf Pfennig Zuschlag erhoben. Wie viel Geld dadurch und aus Spenden für Vietnam zusammenkommen ist, ist nicht bekannt.

Nachdem bereits in den 1950er-Jahren Studenten aus Nordvietnam an den Hochschulen und Universitäten der DDR studieren durften, kamen ab den 1970er Jahren zahlreiche Vertragsarbeiter in die DDR. Ihre Zahl wird insgesamt auf mehr als 100.000 geschätzt.

Einer von ihnen lebt im Erzgebirge - und hält die Gemeinschaft mit Karaoke zusammen. Zum Beitrag: Kühlschrank, Marx und Vietnam - Geschichte eines Erzgebirgers (cw/fp)

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