Viele Westsachsen erhalten im Alter nur eine Mini-Rente

Dem Landkreis Zwickau droht Altersarmut in größeren Ausmaß als bisher angenommen. Das befürchtete die Gewerkschaft NGG. Der Freistaat hat einen gewissen Anteil an dieser Entwicklung.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    0
    ChWtr
    06.01.2019

    Eine bessere Fehlerkorrektur (Fehlerkultur heißt es unten) wird es sehr wahrscheinlich nicht geben, dazu sind die Strukturen zu verzahnt.

    Es wird jedoch etwas anderes geben nach 2030 und das flächendeckend, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und die Jüngeren die Renten(ein)zahlungen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vollumfänglich leisten können.

    Altersarmut wird es nicht nur in Sachsen geben und die Folgen für das gesellschaftliche Solidaritätsprinzip sind noch gar nicht abzusehen.

    Es könnte sich ein sogenanntes "68-ziger Phänomen" unter anderen Vorzeichen in den kommenden Dreißiger Jahren entwickeln - das dann aber nicht mehr zweigeteilt. Und deren Wucht sollte man nicht unterschätzen.

  • 9
    0
    SaschE
    05.01.2019

    Die Weichen für all die so flexiblen und wirtschaftsfreundlichen (ich meine auf Arbeitgeberseite!) Minijobs hat hauptsächlich die Schröder- Regierung (zur Erinnerung - eine ehemalige Arbeiterpartei) gestellt. Keiner, auch nicht die aktuell mitregierende SPD, hat bisher Anstalten unternommen, diesen groben Fehler zu korrigieren. Man sollte von Arbeit leben können und auch nach erbrachten 45 Arbeitsjahren nicht dem Staat auf der Tasche liegen müssen. Heute schaffen wir uns damit sehenden Auges ein großes Problem von morgen. Aber damit schlägt sich ja dann eine andere Generation von Politikern herum, die hoffentlich eine bessere Fehlerkultur an den Tag legt...

  • 9
    2
    Zeitungss
    05.01.2019

    Es sind die Früchte der Arbeit unserer Volksvertreter, mit einer Minirente hat man dort absolut nichts zu tun. Deren Gage ist gesichert, ob mit Leistung unterlegt oder nicht. Um Erhöhungen muss man sich keine Sorgen machen, da herrscht Einigkeit in diesem Laden, gleich welche Fraktion. Bis zur Stunde musste sich auch noch keine Gewerkschaft um die Bezüge unserer Vertreter kümmern, die Diätenerhöhung wird festgeschrieben, was für einen Bäcker, Fleischer usw. im Bereich der Utopie endet. Sachsen als "Hochlohnland" ist auf dem besten Weg in die Altersarmut, den ÖD und einige Großbetriebe mit entsprechender AN-Vertretungen mal ausgeschlossen. Aufstocken wird dann zur Regel, die Preise gehen auch nur in eine Richtung und zwar nach OBEN.
    @Freigeist, von unseren Volksvertretern wird sich kaum jemand um die Zustände bei Amazon kümmern, da sollte es langen wenn man Kunde ist. Von unserer vogtländischen CDU-Vertreterin in Berlin ist auch nichts zu hören, außer dass sie schwanger ist, was bei der Problembewältigung nicht weiterhilft. Man schweigt sich aus, was den Vorteil hat, man macht keine Fehler und eckt bei den Gönnern auch nicht an. Wie krank inzwischen dieses Gefüge Deutschland wirklich ist, darum macht man sich keine Gedanken, man schaut nur wo noch etwas zu holen ist. In Frankreich klingelt da schon einmal der Wecker.

  • 14
    4
    Freigeist14
    05.01.2019

    Cn3Bojoo@ diese Befürchtungen hat ja scheinbar auch nur die Gewerkschaft . Für die CDU/SPD - Regierung scheint doch alles nicht so schlimm zu sein. Man erinnere an die verschnupfte Reaktion auf den Verdi-Streik bei Amazon vor Weihnachten .

  • 20
    3
    cn3boj00
    05.01.2019

    Wenn der Staat selber Lohndumping fördert, muss er sich nicht wundern, wenn er am Ende draufzahlt. Billiglöhne führen zu Niedrigrenten, Altersarmut, Personalnotstand. All das hat die Sachsen-CDU fast 30 Jahre gefördert, um damit ein (Schein)Wachstum zu generieren. Die Wähler haben es leider nicht gemerkt, und die Politiker mit den selbstgenehmigten dritthöchsten Diäten deutschlandweit haben es nicht begriffen.
    Leider ist zu erwarten, dass die Wähler auch zur nächsten Landtagswahl nicht das richtige tun.