Vogtland-Künstler ans Licht geholt

"Vogtländische Handschriften" ist eine Sonderausstellung überschrieben, die im Harmonikamuseum Zwota gezeigt wird.

Zwota.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - das betrifft in diesen Wochen und Monaten nicht nur Veranstaltungen, Feste oder Konzerte im Vogtland. Sie mussten wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder verlegt werden. Eigentlich hätte die Sonderausstellung "Vogtländische Handschriften" in Zwota schon zu Ostern eröffnet werden sollen. Durch die Lockerungen für Besuche unter Einhaltung der hygienischen Bestimmungen ist das nun endlich am vergangenen Samstag möglich gewesen.

Initiiert, organisiert und zusammengestellt wurde die Sonderausstellung von Thorald Meisel und mit Unterstützung der Galerie Infinite Landscape von Uwe Fischer und des Heimatvereins Topas Tannenbergsthal. Angeregt wurde der rührige Heimatkundler dadurch: "Von Roland Schlosser, dem ehemaligen Bürgermeister von Mühlleithen, bekam ich mit 'Das Vogtland und seine Nachbargebiete' eine Publikation geschenkt. Sie gilt als der Vorläufer vom 'Vogtländischen Jahrbuch', erschien ab 1913 bis zum Beginn des 1. Weltkrieges und bot auch vielen Künstlern ein Podium, sie und ihre Arbeit vorzustellen. Die meisten von ihnen sind heute vergessen. Das wollte ich ändern und wieder an sie erinnern, gleichzeitig den Bogen spannen bis in die Gegenwart."

Es ist Thorald Meisel gelungen, Licht in eine bislang unbekannte und dieser Form mit einer Ausstellung noch nicht realisierte Facette in das Leben im Vogtland zu bringen, wenngleich das nur durch einen sehr kleinen Querschnitt möglich ist. Es werden Künstler mit Arbeiten - zu einem großen Teil aus dem persönlichen Fundus von Thorald Meisel - vorgestellt, die im Vogtland leben, lebten oder mit der Region eng verbunden waren. Hier fanden sie auch ihre Motive und beeindruckend sind die persönlichen Handschriften, mit denen sie reflektiert wurden und künstlerische Einblicke in das Leben im Vogtland gaben. Das Spektrum der Künstler reicht von Richard Grimm-Sachsenberg, Paul Miller, Paul Wendler, Hans Roller, Kurt Karwofsky, Gretel Schwenk, Adolf Böhm, Fritz Hendel und Johannes Meisel bis hinein in die jüngere Vergangenheit und Gegenwart etwa mit einer Hommage an Enno Röder, Arbeiten von Lothar Rentsch, Rolf Beyer, Martha Strobel, Volkmar Förster, Karin Zimmermann, Ingo Körner, Steffi Sandner, Inge Reißaus, Roland Oßmann und Marko Reinhold sowie den Russen Andrey Shirokov und Karel Vedral aus Klingenthals Nachbargemeinde Graslitz.

Die Sonderausstellung "Vogtländische Handschriften" wird bis Jahresende im Mundart- und Erlebnisraum des Harmonikamuseums Zwota gezeigt. Die Öffnungszeiten: Dienstag/Mittwoch/Donnerstag von 10 bis 16 Uhr und jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Die Sonderöffnungszeiten zu Pfingsten stehen noch nicht fest.

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