150 Bewohner im ersten Jahr

Mit zehn Bewohnern und 15 Mitarbeitern war vor einem Jahr der Betrieb in der K&S Seniorenresidenz Rodwisch gestartet. Nun heißt es konsolidieren.

Rodewisch.

Die Zuzüge kamen, wie sie kamen, und parallel musste das Personal "hochgezogen werden", wie es die Residenzleiterin fachmännisch ausdrückt. "Das war eine Herausforderung", sagt Anke Bausdorf. Mit zehn Bewohnern und 15 Mitarbeitern habe die K&S Seniorenresidenz am Postplatz in Rodewisch ihren Betrieb aufgenommen.

Der erste Tag - das war der 1. März 2016. Inzwischen ist ein Jahr vergangen, in dem es aufgrund der stetig steigenden Bewohner- und Mitarbeiterzahl ständig darum ging, die Abläufe zu stabilisieren. "Seither haben wir 150 Bewohner beherbergt", so die Leiterin. Aktuell seien es 77. Der Altersdurchschnitt liege bei 80. Die Zahl der Beschäftigten ist auf 54 angestiegen, die überwiegend im Teilzeitmodus arbeiten.

Genügend qualifiziertes Personal zu finden, sei nicht einfach gewesen, fährt Anke Bausdorf mit Blick auf den Fachkräftemangel im Pflegebereich fort. Und um dieses auch halten zu können - dazu sei ein zeitgemäßes Beschäftigungskonzept vonnöten, das die Vereinbarung von Familie und Beruf ermöglicht. Die Leiterin: "Die Frühschicht beginnt bei uns beispielsweise erst 6.45 Uhr, so bleibt Zeit, die Kinder erst in Krippe, Kita oder Hort bringen zu können."

Die Rodewischer Seniorenresidenz ist ein Ableger eines gleichnamigen Sozialunternehmens, das seinen Sitz im niedersächsischen Sottrum hat. Standorte finden sich deutschlandweit, die höchste Konzentration mit zwölf Standorten in Sachsen. Ein weiterer in Zwickau sei gerade in Planung, so Bausdorf.

K&S in Rodewisch bietet vollstationäre Pflege, Kurzzeitpflege und zudem auch Wohnen mit Service. Der Residenzleiterin ist es wichtig, nicht von einem Alten- oder Pflegeheim zu sprechen. "Die Bewohner sollen sich hier wohlfühlen, und der Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist immer ein Bruch in der Biografie", sagt Bausdorf.

Und nach dem Aufbau des Betriebes im ersten Jahr, geht es nun um die Konsolidierung. "Die Stichpunkte lauten Schnittstellenoptimierung, Feinarbeit an den Abläufen, so die Leiterin. Außerdem gelte es, seit Januar das neue Pflegestärkungsgesetz umzusetzen. So ist beispielsweise nicht mehr von drei Pflegestufen, sondern neu von fünf Pflegegraden die Rede.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...