16 Kinder müssen nach Mittagessen in Kliniken

Die Steppkes der Kita in Weischlitz klagten über Ausschlag und Juckreiz

Weischlitz/Rodewisch.

Weinende Kinder, aufgeregte Erzieher, beunruhigte Eltern und ein Großaufgebot an Rettungswagen. Dieses Szenario hat sich am Dienstagmittag rund um die Kindertagesstätte Kinderland an der Taltitzer Straße Weischlitz geboten.

Wie Jens Leistner vom Rettungszweckverband Südwestsachsen auf Nachfrage von "Freie Presse" sagte, mussten gleich 16 Kleinkinder stationär betreut werden. Sie wurden in das Helios Vogtlandklinikum Plauen, in das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau und das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch eingeliefert. Sechs Kinder wurden am Nachmittag bereits wieder entlassen.

Einige Kinder hätten laut Leistner während des Mittagessens Symptome einer allergischen Reaktion wie Hautausschlag und Juckreiz gezeigt. Drei Rettungswagen, zwei Krankentransportfahrzeuge, zwei Notärzte und die Weischlitzer Feuerwehr rückten an. "Vor Ort konnte keine klaren Ursachen festgestellt werden", so Leistner. Die Kinder im Alter von etwa zwei Jahren hatten einen stabilen Kreislauf, keine Atemprobleme. Dennoch entschieden sich die Ärzte für die Variante Krankenhaus - für die Retter eine enorme logistische Herausforderung. Denn die Kinder brauchten für den Transport in die Kliniken Kindersitze. Der nahe Einkaufsmarkt Globus sprang ein. "Wir haben sofort unsere Regale leer geräumt und den Kindern die Sitze zur Verfügung gestellt", so Marktleiterin Kitty Fischer.

Weil im Hort der Grundschule der gleiche private Essensanbieter koche, sei die Mahlzeit dort vorsorglich eingestellt worden, berichtete eine Mutter. Ob der Vorfall auf die Speisenlieferung eines vogtländischen Partyservice zurückzuführen ist, lässt sich bisher noch nicht sagen. Zur Ermittlung der Ursache wurde das Gesundheitsamt und das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Vogtlandkreises sowie die Polizei eingebunden.

Es könne sich um eine Kontaktallergie handeln, so ein Vater. Diese Annahme stütze sich auf eine Behauptung der Arbeiterwohlfahrt (Awo), des Trägers der Einrichtung.

Bereits kurz nach dem Vorkommnis gab es in den sozialen Netzwerken viele Reaktionen, vor allem Eltern diskutierten und spekulierten über die Hintergründe.

In der integrativen Kita sind knapp 100 Mädchen und Jungen untergebracht, darunter 27 Krippenkinder.

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