Abwehr von Hitze und Mücken: Erfal bietet neue Produkte

Sonnen- und Insektenschutz sind das Metier des Falkensteiner Unternehmens - gegen den Branchentrend stieg der Umsatz. Neuerdings gibt's sogar Jalousien und Rollos mit Akku-Antrieb.

Falkenstein.

850 Rollos für die SAP-Zentrale in Hessen, 1800 Rollos oder 550 Lamellenanlagen für das Rathaus in Erfurt - auch im vergangenen Jahr konnte das Falkensteiner Unternehmen Erfal in Zusammenarbeit mit Architekturbüros etliche Großprojekte umsetzen. Der Experte für hochwertigen Sonnen- und Insektenschutz hat nach Angaben von Geschäftsführer Jörg Erler 2018 erneut seinen Umsatz um acht Prozent steigern können - auf jetzt 44 Millionen Euro. "Diese erfreuliche Entwicklung steht entgegen dem Branchentrend", so Erler beim Mediengespräch - beim innenliegenden Sonnenschutz habe der Branchenverband ansonsten einen Rückgang verzeichnet. Groß im Kommen ist die Motorisierung von Sonnenschutzanlagen. Neu in der Palette von Erfal sind seit kurzem Rollos, Doppelrollos, Plissees und Jalousien, die mit Akkus und per Funk angetrieben werden und somit keinen Kabelanschluss mehr benötigen. "Zweimal pro Jahr die Akkus aufladen reicht da völlig", erläutert der Geschäftsführer. Die Nachfrage nach diesen innovativen Produkten entwickele sich sehr positiv.

Die Export-Quote von Erfal liegt bei 17 Prozent und ist ebenfalls gewachsen, geliefert wird dabei vor allem nach Österreich, in die Schweiz sowie die Beneluxstaaten. Erfal versorgt ausschließlich den Fachhandel. Als einer der größten Arbeitgeber der Region beschäftigt das Unternehmen aktuell 465 Menschen, davon gehören cirka 400 zur Stammbelegschaft, hinzu kommen Zeitarbeiter. Aktuell gibt es 15 Azubis und einen BA-Studenten. Im August werden voraussichtlich neun junge Leute mit ihrer Ausbildung in sechs Berufen starten.


Auch für Erfal wird es immer schwieriger, gute Mitarbeiter zu finden, das weitere Wachstum soll deshalb vor allem über zunehmende Mechanisierung und Automatisierung erfolgen. Ein Ausbau der Produktionshallen ist dabei laut Jörg Erler vorerst nicht geplant, es gehe zunächst um die Erhöhung der Effektivität. Allerdings hat Erfal bei Bedarf noch genügend angrenzende Flächen für eine Erweiterung zur Verfügung. "In Falkenstein fühlen wir uns sehr wohl, die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist hervorragend", betont der Geschäftsführer.

Die Produkte aus dem Hause Erfal könnten auch einen Beitrag zur Energie-Einsparung leisten: "Wenn Wohnungen automatisch zur richtigen Zeit abgedunkelt werden, spart man sich das Kühlen." Gerade für Pollenallergiker interessant seien zum Beispiel neu entwickelte Anlagen, die 90 Prozent aller umherfliegenden Pollen am offenen Fenster stoppen könnten. "Wir bieten einen Gewinn an Lebensqualität", verspricht Jörg Erler.


Preisträger des Erfal-Stiftungspreises

Harald Nahrendorf (68, Foto) hat am gestrigen Dienstag stellvertretend für die von ihm geleitete Kreisverkehrswacht Vogtland den ersten Preis des Erfal-Stiftungspreises entgegengenommen.

Die 3000 Euro sollen dazu verwendet werden, den Eigenanteil für die neue "Kita-Verkehrsschule" der Kreisverkehrswacht zum Teil zu finanzieren. Dabei handelt es sich um einen Mercedes-Kleinbus, den der Verein im August vom Freistaat bekommen wird und mit dem dann die 191 vogtländischen Kitas angefahren werden können, in denen Nahrendorf und seine 14 aktiven Mitstreiter ehrenamtlich Verkehrserziehung betreiben. Für Grundschüler organisieren sie Fahrradprüfungen, auch für junge Fahrer und Senioren gibt es Angebote.

Der Erfal-Stifungspreis ist mit insgesamt 12.500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Weitere Preisträger sind der SV Triebel, Junges Ellefeld, Verein Autismus Vogtland, Kegelverein 1912 Falkenstein, Diesterweg Gymnasium Plauen, Falkensteiner Kulturkombinat, der Soziale Verein zur Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen Falkenstein, der Turnverein 1840 Falkenstein, der Kreisverband Vogtland des Familienverbandes, der Sportclub Syrau 1919, die Erdachsendeckelscharnierschmiernippelkommission Pausa, der Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland und die Rodewischer Schachmiezen.

Man wolle Projekte unterstützen, die dazu beitragen, dass "die Leute im Vogtland bleiben und sich hier wohl fühlen", hob Stiftungs-Vorstand Jörg Erler hervor. Wenn das gelinge, sei es letzten Endes auch gut für das Unternehmen Erfal. (bap)

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