Alte Falkensteiner Turmkugel ist leer - die neue wird reichlich bestückt

Alte Falkensteiner Turmkugel ist leer - die neue wird reichlich bestückt
Alte Falkensteiner Turmkugel ist leer - die neue wird reichlich bestückt

Es war nicht überraschend, trotzdem war die Enttäuschung bei den Zuschauern groß: Die alte Turmkugel des Falkensteiner Rathauses ist tatsächlich leer gewesen. Dies stellte sich gestern bei der Öffnung endgültig heraus. Rund 80 Falkensteiner hatten sich auf der Wiese auf dem Willy-Rudert-Platz im Schatten der Bäume eingefunden, um zuzuschauen, wie die Klempner Frank Dressel (linkes Bild, links) und Edzard Schwalbe das kupferne Behältnis von 1903 aufflexten. Bis zuletzt hatte es die Hoffnung gegeben, die Kapsel der Altvorderen könnte sich irgendwie verklemmt haben und klappere nur deshalb nicht. Doch aus irgendeinem Grund hatten die Handwerker damals keinerlei Gruß aus ihrer Zeit hinterlassen. "Wir machen es jedenfalls besser", verkündete Bürgermeister Marco Siegemund (CDU), und befüllte die Kupferhülse mit aktuellen Dokumenten, darunter die gestrige Ausgabe der "Freien Presse" und der Förderbescheid für die Rathaus-Sanierung, sowie einem Euro-Münzsatz. Anschließend wurde die Hülse fachmännisch verlötet (rechts) und in die neue Kugel versenkt, die am Donnerstag ihren Platz auf dem Rathausturm einnehmen wird und dort "hoffentlich 200 Jahre bleibt", wie der Bürgermeister formulierte. Noch glänzt das Kupfer; bis sich eine grüne Patina auf der Oberfläche bildet, kann es nun bis zu zehn Jahren dauern. (bap)

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