Ampeln sollen A-72-Anschlussstelle sicher machen

Die Autobahnauffahrt Treuen gilt als Unfallschwerpunkt - nicht nur für Radfahrer und Fußgänger. Die Planung des Umbaus liegt vor. Wann er beginnt, ist weiter offen.

Auerbach.

"Die technische Planung ist abgeschlossen und der Vorentwurf genehmigt" lautet die Antwort aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), Niederlassung Plauen, auf die Frage zum Stand der im vorigen Jahr angeschobenen Umgestaltung der A-72-Anschlussstelle Treuen. Wann die Umgestaltung beginnt, diese Auskunft bleibt das Lasuv schuldig: "Dazu können wir noch keine belastbaren Angaben machen", gibt Lasuv-Pressesprecherin Isabel Siebert die Information aus der Plauener Behörde wieder.

Im Rathaus Treuen geht man fest davon aus, dass die Umgestaltung der Auf- und Abfahrten zwischen Autobahn und Staatsstraße 2019 oder 2020 umgesetzt wird. "Zumindest deute ich die Signale so, die uns dazu erreichen", hatte Bürgermeisterin Andrea Jedzig (Einzelkandidat/CDU) jüngst erklärt.

Im Zuge des Umbaus der als Unfallschwerpunkt eingestuften Anschlussstelle sollen beide Verknüpfungsstellen zwischen den Autobahnrampen und der Staatsstraße 299 mit Ampelanlagen ausgerüstet werden. "In diesem Zusammenhang werden geringfügige Anpassungen an den Fahrbahnen der Rampen und der S 299 erforderlich", erläutert Lasuv-Sprecherin Siebert. Als Beispiele nennt sie die Verlängerung von Aufstellflächen (Abbiegespuren) sowie Spurverbreiterungen.

Von Eingriffen, von denen Radfahrer und Fußgänger profitieren würden, die ebenfalls die Brücke über die A 72 passieren müssen, ist in der Antwort der Straßenbauverwaltung auf die "Freie Presse"-Anfrage keine Rede. "Für diesen Themenkomplex sind konzeptionelle Überlegungen erforderlich", verweist Siebert auf die bisherigen Abstimmungen. Danach liege es zunächst an der Stadt Treuen, eine Lösung für die Führung von Fußgängern und Radfahrern zu erarbeiten.

Diese Lösung besteht aus Treuener Sicht im Bau eines Radweges an der Herlasgrüner Straße, der die Stadt mit dem Industriegebiet Goldene Höhe verbindet. Wo Herlasgrüner Straße/Zum Bahndamm in die Staatsstraße 298/299 münden, soll der Radweg weiter in Richtung Autobahn geführt werden. Während der Radwegbau als vergleichsweise einfach umzusetzen gilt, ist die Einmündung komplizierter: Ob Ausbau mit Ampel oder als Kreisverkehr, das ist derzeit offen.

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