An der Grube ist es finster

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Seit Monaten ist das Schaubergwerk geschlossen. Die fehlenden Besucher hinterlassen ein großes finanzielles Loch.

Schneckenstein/Falkenstein.

Tiefer Winter am Schneckenstein. Dass die Grubenbahn im Freigelände des Besucherbergwerks Grube Tannenberg verschneit ist, stört derzeit nicht. Sie ist seit Monaten wegen der Coronapandemie geschlossen. Besucher gibt es nicht. Steffen Gerisch und seinen Mitarbeitern bleibt nur, Reparaturen in Schacht und Mineralienzentrum auszuführen - und eine Planung für 2021 vorzubereiten.

Normalerweise ist das Schaubergwerk eine der gefragtesten Einrichtungen der vogtländischen Kultur GmbH. Jetzt, mitten in der Pandemie und tief im Wald gelegen, haben die Mitarbeiter oft das Gefühl, vergessen zu sein. "Es gibt kein Interesse seitens der Politik", konstatiert Gerisch. Einzig Marco Siegemund (CDU), Bürgermeister von Falkenstein, halte regelmäßig Kontakt. Die Topaswelt mit Besucherbergwerk, Mineralienzentrum und Felsen soll das Zentrum des geplanten Geoparks "Sagenhaftes Vogtland" werden. In Falkensteins Rathaus hat das Management für den künftigen Geopark mit Geschäftsführer Denis Loos sein Domizil. Der will in den nächsten Tagen zu Absprachen auf den Schneckenstein kommen.

Gerisch setzt große Hoffungen in das Geopark-Projekt. Im September soll deshalb am Schneckenstein wieder der "Tag des Geotops" stattfinden, der im Vorjahr seine erfolgreiche Premiere erlebte. Außerdem geplant sind der Mineralientag am Pfingstsonntag und die Mettenschichten in der Vorweihnachtszeit. "Wir haben auch bereits telefonische Nachfragen und erste Anmeldungen für Schülergruppen, aber das ist alles noch unter Vorbehalt", sagt er. Die Topaswelt ist auch als außerschulischer Lernort anerkannt.

19.481 Besucher zählte die Topaswelt 2020, das waren unter dem Strich fast 9700 weniger als 2019. Mit 5593 Gästen weist dagegen der saisonal geöffnete Topasfelsen ein leichtes Plus auf. "Unterm Strich fehlen uns bei den Einnahmen allein 2020 rund 58.000 Euro", zeigt Steffen Gerisch auf.

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