Arbeiten im Traumjob Landwirt

Für Daniel Fuhrmann gibt es keinen schöneren Beruf als seinen. Daniel gehört zu den besten Lehrlingen Sachsens. Nächstes Jahr will er wieder die Schulbank drücken.

Neustadt.

Montagabend, 18 Uhr. Das Handy von Daniel Fuhrmann klingelt, aber nicht etwa bei ihm daheim oder beim Treffen mit Freunden, sondern auf dem Traktor. Der 20-Jährige arbeitet noch. "Ich säe Weizen. Das muss heute noch fertig werden", sagt der junge Mann ins Telefon. Er hat im Landgut Neustadt gelernt und dieses Jahr seine Abschlussprüfungen hinter sich gebracht. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,2 zählt er sachsenweit zu den besten Absolventen seines Jahrgangs in den grünen Berufen.

Für Daniel Fuhrmann gibt es kaum etwas Schöneres, als draußen auf dem Feld zu arbeiten. Landwirt - das war von Anfang an sein Wunschberuf. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals etwas anderes machen wollte", sagt er. Sein Ausbildungsbetrieb hat ihn übernommen. "Ich möchte auf jeden Fall die nächsten paar Jahre hierbleiben. Im Herbst 2019 beginne ich eine Wirtschafterausbildung an der Fachschule in Plauen", kündigt Daniel an.

Damit gehört Daniel Fuhrmann zu den rund 90 Prozent der 40 besten sächsischen Lehrlinge in grünen Berufen, die bei einer Befragung während der Auszeichnungsveranstaltung jüngst in Dresden angaben, ihrem Beruf treu bleiben zu wollen. Auch dort thematisierte Digitalisierung der Landwirtschaft ist für den 20-Jährigen längst Realität. "Der Traktor, den ich gerade fahre, ist GPS-gesteuert", erklärt der junge Mann und bestätigt: "Ein Lehrling in der Landwirtschaft muss den Willen mitbringen, sich auch mit dieser Technik auseinanderzusetzen."

Für Daniel Fuhrmann kein Problem: "Ich mache alle Arbeiten gern, am liebsten vielleicht das Mähen. Zu meinen Aufgaben gehören aber auch Säen, das Feld anrichten, eben die ganze Feldwirtschaft, in Stoßzeiten fahre ich auch Mähdrescher."

Stoßzeiten, verbunden mit langen Arbeitszeiten sind in der Landwirtschaft üblich, meint dazu der Absolvent. Sein Umfeld reagiere darauf völlig entspannt, denn: "In meinem Freundeskreis gibt es viele Landwirte und Forstwirte. Bei denen ist das genauso."

Einen Lehrling wie Daniel könne sich ein Betrieb nur wünschen, sagt Philipp Feustel vom Landgut, der den Azubi oft in neue Arbeiten eingewiesen hat. Er sagt: "Daniel war immer wissbegierig, hat viel nachgefragt und sich für seine Arbeit interessiert. Auch mit den Arbeitskollegen kam er bestens zurecht. Die Sache hat von Anfang an gut funktioniert."

Wenn die Arbeit in der Firma erledigt ist, ist oft noch lange nicht Schluss für den Jungfacharbeiter. Dann hilft Daniel zu Hause seinem Vater und seinem Großvater bei den anfallenden landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Arbeiten. Fuhrmanns halten unter anderem Mutterkühe und ein paar Schafe. Im Nebenerwerbsbetrieb der Familie entdeckte Daniel seine Liebe zu seinem Beruf.

Der junge Mann träumt auch nicht davon, für drei Wochen in die Karibik zu fahren. Er ist gern zu Hause: "Ich weiß schon, das klingt komisch. Aber ich will gar nicht groß weg aus dem Vogtland. Ich bin sehr gern hier. Wenn, dann unternehme ich meistens mit meinen Freunden Tagesausflüge in die nähere Umgebung."

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