Auerbach 2030+: Die Bürger sind gefragt

Mit einer Umfrage startet diese Woche die Arbeit am neue Stadtentwicklungskonzept. Bürgerbeteiligung wird groß geschrieben.

Auerbach.

Der Zeitplan ist ambitioniert: Binnen Jahresfrist will Auerbach ein neues Stadtentwicklungskonzept erarbeiten - eine Art langfristiger Plan, der neben der städtebaulichen Entwicklung auch soziale Aspekte berücksichtigt und mit übergeordneten Konzepten abgleicht. Und der Voraussetzung ist, um an Fördermittel von EU, Bund und Freistaat zu gelangen. Insek 2030+ steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept und den Zeitraum, den es abdecken soll. "Dabei wollen wir möglichst viele Auerbacher einbeziehen. Schließlich geht es um das Leben in der Stadt über 2030 hinaus. Per Umfrage und in Arbeitsgruppen sollen die Bürger ihre Ideen und Vorschläge einbringen, was ihnen in ihrer Stadt wichtig ist", sagt Fachbereichsleiter Patrick Zschiesche, der im Rathaus zusammen mit seinem Kollegen Knut Kirsten das Projekt koordiniert.

Die Bürgerbeteiligung per Umfrage ist der Startschuss. Dazu erhalten in diesen Tagen 2000 repräsentativ ausgewählte Auerbacher einen Fragebogen zugeschickt. Neben statistischen Angaben werden die Zufriedenheit mit Einkaufsmöglichkeiten und Kulturangebot, mit Barrierefreiheit, Fuß- und Radwegenetz oder Nahverkehr abgefragt. Auch welche Themen den Bürgern für Auerbachs Entwicklung besonders wichtig sind, ist von Interesse. Das reicht von der Innenstadtentwicklung über Ordnung und Sicherheit bis zur Digitalisierung. Zusätzlich können alle Teilnehmer eigene Wünsche und Ideen unterbreiten.

Damit sich viele an der Umfrage beteiligen, wird der Fragebogen auch online zugänglich gemacht. Zudem ist er im Rathaus erhältlich. Das Ganze laufe anonymisiert und gemäß Datenschutz-Richtlinien ab, weshalb die Stadt einen externen Dienstleister einbeziehe, versichern Kirsten und Zschiesche.

Die Umfrage ist nur der erste Punkt im Insek-Zeitplan: Nach Auswertung der Befragung ist am 23. April eine Bürgerveranstaltung geplant, in der über die Umfrageergebnisse informiert und Arbeitsgruppen zu Themen wie Wohnen, Bildung/Soziales, Infrastruktur, Tourismus oder Ordnung/Sicherheit vorgestellt werden. Darin sollen neben Fachleuten auch interessierte Bürger mitarbeiten. Im Herbst ist eine zweite Bürgerveranstaltung geplant, auf der die Arbeitsgruppen ihre Resultate vorstellen, die ins Insek einfließen werden. Das ausformulierte Stadtentwicklungskonzept Auerbach 2030+ soll der Stadtrat dann im Januar 2021 beschließen. 

Hier geht es zur Umfrage: www.freiepresse.de/umfrage-insek


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