Auerbacher Band Simultan punktet mit Hit zur Not von Kultur und Gastronomie nicht nur bei Fans

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Mit Lied und Video zur Situation von Kultur und Gastronomie unter Corona hat die Auerbacher Band nicht nur einen Hit gelandet. Die Aktion brachte Sebastian Fischer auch auf Platz 3 bei der Wahl zum "Vogtländer des Jahres".

Auerbach.

Über 120.000 Aufrufe auf Facebook, mehr als 18.000 bei Youtube. Und noch immer, mehr als zwei Monate nach der Veröffentlichung, findet der Song "Wenn wir heute schweigen" Aufmerksamkeit, auch überregional in Rundfunk und Fernsehen. "Dieser Zuspruch, der weit über unsere Fans hinausgeht, berührt mich und macht die ganze Band auch ein bisschen stolz", sagt Sebastian Fischer. Der Musiker und Chef der Auerbacher Band Simultan nahm jetzt im Tonstudio in Beerheide den Pokal für den Drittplatzierten bei der Wahl zum Vogtländer des Jahres entgegen.

Für die Wahl nominiert worden war der 32-Jährige stellvertretend für seine Band, die mit dem Song "Wenn wir heute schweigen" und dem dazugehörigen Video auf die Situation von Menschen in der Kultur- und Veranstaltungsbranche, von Künstlern und Gastronomen im durch die Coronapandemie erzwungenen Lockdown aufmerksam gemacht hatte.

Bereits im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatte sich Fischer - obwohl vom Wegfall der Auftrittsmöglichkeiten hart getroffen - nicht entmutigen lassen und zusammen mit Partnern Ideen entwickelt. Ergebnisse waren das Konzert im Autokino in Auerbach, Livestream-Konzerte in den sozialen Netzwerken und das Open-Air-Konzert auf der Schlossinsel in Rodewisch.

Auch jetzt, im zweiten Lockdown, haben Fischer und seine drei Musiker - Schlagzeuger Christoph Gilbert, Gitarrist Max Ryssel und Jan-Philipp Kunze am Bass - ihre Instrumente nicht entmutigt beiseite gelegt. Für den morgigen Samstag organisieren sie ein Livestream-Konzert zum Fasching. Viele Karnevalsvereine aus dem Vogtland beteiligen sich an der Aktion, indem sie eigene Videobeiträge wie Auftritte ihrer Garden oder Büttenreden für die Online-Prunksitzung bereitstellen. Gesendet wird alles live am Samstag aus dem Proberaum von Simultan via Facebook und Youtube. Technische Unterstützung kommt dabei von David Rötzschke. Der auch für die "Freie Presse" tätige Fotograf hatte schon beim Videodreh von "Wenn wir heute schweigen" maßgeblich Anteil.

Und wie geht es nach dem Online-Faschings-Spektakel für Sebastian Fischer und Simultan weiter? "Auch wenn die Situation an den Nerven zehrt: Ich bin nicht untätig, schreibe Lieder, arbeite an Songmaterial und schmiede Pläne", sagt der Musiker im Tonstudio in Beerheide. Schließlich ist 2021 für Simultan ein Jubiläumsjahr: 1971 hatte Sebastians Vater Günter Fischer die Band gegründet. Ein Erbe, dass der junge Musiker nicht nur mit Freude übernommen hat, sondern das er auch bewahren möchte. "Das Jubiläum wollen wir natürlich feiern. Am liebsten im Sommer bei einem großen Open-Air-Konzert in Auerbach an der Schlossarena. Dazu würden wir uns auch gern musikalische Gäste einladen. Aber ob das dann geht, müssen wir abwarten", hat Fischer die Corona-Beschränkungen stets im Hinterkopf. Seine Hoffnung: Dass das Schweigen für die Musiker und ihre Publikum bald ein Ende haben möge.

"Das Vogtland feiert Karneval!" am Samstag, 13. Februar, 20 Uhr, als Livestream auf den Kanälen von Simultan bei Facebook und YouTube. Neben der Band mit dabei: DCC Weischlitz, Oelsnitzer Carnevalsclub, Adorfer Carneval-Verein, Jocketaer Carneval Club, Wemaer Karneval Club Plauen, Irfersgrüner Carneval Verein, Lengenfelder Carneval Club, Greizer Faschingsgesellschaft, Verein Vogtländischer Carnevalisten.

www.freiepresse.de/simultan

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