Ausbildung unter Praxis-Bedingungen

Das neue Awo-Quartier in Auerbach bietet nicht nur Platz für Beratungsstellen und Büros. Ein Ausbildungszentrum soll dabei helfen, den Berufsnachwuchs fit zu machen für die Pflege.

Auerbach.

Jeder zehnte der 700 Mitarbeiter beim Kreisverband Vogtland der Arbeiterwohlfahrt ist ein Auszubildender. "Erst vor wenigen Tagen wurden die ersten Ausbildungsverträge für den Herbst 2020 unterschrieben", sagt Isabel Berger, Ausbildungskoordinatorin. Damit liefert sie zugleich die Begründung, weshalb der Sozialdienstleister in seinem kürzlich bezogenen neuen Hauptquartier in Auerbach ein Ausbildungszentrum eingerichtet hat.

"Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt, folglich wird immer mehr qualifiziertes Fachpersonal im Bereich der Pflege benötigt", erklärt Berger. Um bei angehenden Altenpflegern, aber auch bei langjährigen Pflegekräften ein einheitliches Niveau zu sichern, setzte man auf Weiterbildung im eigenen Ausbildungszentrum, so Awo-Vorstand Katrin Schmidt. Dabei werde nicht nur Theorie vermittelt. Vielmehr erhalten die jungen Mitarbeiter von erfahrenen Praxisanleitern Tipps für den Umgang mit den pflegebedürftigen Menschen und die Gestaltung von Arbeitsabläufen.

Zudem helfe das Ausbildungszentrum bei der Qualifizierung ausländischer Fachkräfte, die für die Lösung des Problems des Fachkräftemangels inzwischen unerlässlich sind, heißt es bei der Awo. Neben jungen Auszubildenden aus Vietnam setzt der Kreisverband Vogtland dabei verstärkt auf Mitarbeiter aus Tschechien und Weißrussland, neuerdings auch aus Griechenland und Italien.


Tariferhöhung zum 1. Januar

Die Entgelte der Awo-Mitarbeiter steigen laut Mitteilung zum 1. Januar 2020 um durchschnittlich zehn Prozent. Im Bereich Kinder- und Jugendhilfe sowie Kitas erfolgt die Vergütung bereits nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Diensts, der ein Lohnplus von 1,03 Prozent vorsieht. "Nach den Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi profitieren nun auch die Mitarbeiter der ehemaligen Awo Plauen von der Tarifsteigerung", erklärte Awo-Vorstand Katrin Schmidt. Zudem baue der Awo-Kreisverband Vogtland das betriebliche Gesundheitsmanagement aus. Das reiche von Zuschüssen für Präventionsangebote über das Angebot von Massagen bis zu Vorträgen zum Thema Gesundheit und einer Gesundheitscard, die der Verband finanziert und die eine betriebliche Krankenzusatzversicherung darstellt. (how)

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