Ausbildung zum Banker in der Region wackelt

Lehrlinge ziehen von Plauen nach Chemnitz um - Anhörung geplant

Plauen.

Die Banker-Ausbildung im Vogtland wackelt: Aktuell wird nur noch das dritte Ausbildungsjahr am Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft "Anne Frank" in Plauen beschult. Alle anderen Ausbildungsjahre wurden bereits nach Chemnitz abgezogen.

Das Kultusministerium in Dresden begründet die Entscheidung auf Anfrage der "Freien Presse" mit zu geringen Schülerzahlen. "Für das laufende Schuljahr gab es in Plauen acht Anmeldungen, die aufgrund der niedrigen Schülerzahl direkt nach Chemnitz umgelenkt wurden", lautete die Auskunft von Referentin Susann Meerheim. Auch die Schüler des aktuell zweiten Ausbildungsjahres lernen seit Herbst in Chemnitz, da die im Schulgesetz festgelegte Mindestschülerzahl von 16 unterschritten war. Ob es in Plauen für den Ausbildungsgang noch Chancen gibt, ist offen: "Eine Entscheidung zum Standort wird erst nach Abschluss des Anhörungsverfahrens getroffen", hieß es. Ein Zeitraum wurde nicht benannt.

Zum Schulhalbjahr beginnt der Anmeldezeitraum für das neue Ausbildungsjahr ab Herbst 2019. Die IHK Plauen hatte als Interessenvertreter vogtländischer Firmen zuletzt wiederholt betont, wie wichtig es in Zeiten des Fachkräftemangels sei, Ausbildungsgänge und damit auch junge Menschen in der Region zu halten. Andreas Hostalka, Vorstandsmitglied der Volksbank Vogtland, hatte die Entscheidung für die Lehrlingsausbildung zum Neujahrsempfang des genossenschaftlichen Unternehmens kritisiert. (mit pa)

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