Bad hofft auf grünes Licht aus dem Rathaus

Mit ihrem Arbeitseinsatz am Samstag im Waldbad Brunn sind Förderverein und Wasserballer dem Saisonstart ein Stück näher gekommen.

Auerbach/Brunn.

Mehr als 20 fleißige Ehrenamtliche haben am Samstagvormittag alles gegeben: Becken und Pavillon in Schuss gebracht, Spielplatz gesäubert und Geräte aus dem Winterschlaf geholt. Bänke aufgestellt, den Beachvolleyballplatz überarbeitet. Nach drei Stunden war die erste große Etappe auf dem Weg zum Saisonstart im Waldbad Brunn genommen.

Auf den ersten Blick gestaltete sich der Arbeitseinsatz für die Wasserballer vom SV Fortuna Auerbach als Bad-Mitnutzer und den Förderverein Waldbad Brunn wie jeder andere kurz vor der Eröffnung. "Wir sind mit unseren Vorbereitungen recht gut vorangekommen", sagte Objektleiter Michael Wolff. Zwar sei man wegen Corona etwas in Verzug geraten. Auf den Start in die Badesaison mache das aber keinen großen Unterschied, so der Hausherr. Allerdings weiß er noch nicht, ob tatsächlich wie geplant Anfang Juni geöffnet werden kann. "Von der Stadt gibt es noch keine konkreten Vorgaben", berichtet Wolff. Noch sind zusätzliche Hygieneauflagen umzusetzen.

Das Babybecken steht vor einer ungewissen Zukunft. Diese Woche wird der Förderverein einen Kostenvoranschlag für Material, Container und Sandstrahlung an die Stadt aushändigen. Denn das flachste Gewässer auf dem Gelände muss zumindest notsaniert werden. Vize-Vereinschef Ulrich Mikulcak rechnet mit 10.000 bis 15.000 Euro. Der gesamte Unterboden muss raus und ein neuer hinein - in Eigenleistung. Vor etwa zehn Jahren war das Babybecken zum letzten Mal generalüberholt worden. "Ob die Stadt sagt, wir sanieren nochmal, ist offen", so Mikulcak. Schließlich droht dem vom Verein geforderten Ganzjahresbad eine Absage. Im März sollte der Stadtrat über eine Änderung des Bäderkonzeptes befinden. Drei solche Anlangen gibt es im Stadtgebiet. Und damit offensichtlich eine zu viel: Bereits 2017 hatte der Rat ein Konzept abgesegnet, in dem ab dem Jahr 2023 keine größeren Investitionen und Reparaturen im Brunner Bad mehr vorgesehen sind. Gegen die drohende Schließung stemmen sich neben dem Förder- und Wasserballverein die Stadtratsfraktionen von CDU und Linke.

Ulrich Mikulcak hofft, dass die Stadt ein Einsehen hat. Auch in seiner Funktion als Jugendwart bei Fortuna Auerbach. 77 Wasserballer trainieren zweimal pro Woche, darunter viele Kinder. Mit dem Aus der Berufsgenossenschaftlichen Klinik Dorfstadt bricht den Sportlern schon jetzt ein wichtiges Trainingsbecken weg. Ab September können sie das Plauener Stadtbad und die Schwimmhalle Zwickau nutzen. Aber nur in den Abendstunden, sagte Mikulcak. "Das ist für uns ein logistisches Problem, weil alle aus dem Göltzschtal kommen."

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