Bahn frei für Bob-Sieger

Ein Duo aus Football-Spielern hat beim Internationalen Bobanschub in Auerbach gewonnen. Ihr Trick klingt ganz einfach.

Sie schoben und sprangen sich im 170-Kilo-Bob auf den ersten Platz: zwei Männer der Vogtland Rebels Treuen.

Von Sylvia Dienel

Scheinbar mit links bringen Marc Fickenwirt und Maximilian Hendel den knallgrünen, 170 Kilo schweren Bob auf Touren. Federleicht springen sie nach einigen Metern hinein und landen nach nur 4,40 Sekunden im Ziel. Damit schoben sie 13 teilnehmenden Mannschaften am Freitag den Rang ab.

Luis Bauer und Christian Meissel genehmigen sich 4,52 Sekunden, was für Platz zwei reichte. 1,4 Sekunden mehr benötigten Patrik Bräutigam und Matthias Schiffner. Mit ihrer Bestzeit katapultierten sie sich auf Rang drei.

Sportliche Wettbewerbe läuten das Historische Auerbacher Altmarktfest seit jeher ein. Biathlon gab es auch diesmal. Allerdings fand der 56 Mitglieder zählende und 110 Jahre alte Skisportverein Auerbach, dass es Zeit für Veränderung wäre. Also stand der Samstagnachmittag im Zeichen eines Internationalen Bobanschubs. Obwohl sich 14 Teams fanden, blieb es beim nationalen Kräftemessen. Die am weitesten Gereisten kamen aus Bayern. Bert Hantusch hatte mit mehr Startern gerechnet und schob Rückzieher auf die brütende Hitze.

Fickenwirt und Hendel von den Vogtland Rebels Treuen spielen normalerweise American Football. Wäre Bobfahren eine Alternative? "Eher nicht", sagte Fickenwirt. "Als Gaudi schon", fand sein Teamkollege. Wichtig sei, im richtigen Moment reinzuspringen, schilderten sie ihre Erfahrung.

Das Leih-Gefährt vom SC Oberbärenburg stand auf Schienen und wurde nach gefällelosen 42 Metern von Gummibändern eingefangen. "Dieses System kommt auf Flugzeugträgern zum Einsatz", erklärte Ronald Stöcker vom Skisportverein. Um ideale Bedingungen zu schaffen, mussten sich die Organisatoren ordentlich ins Zeug legen. "Vor 14 Tagen haben wir begonnen, die Piste auf 1,80 Meter zu verbreitern", berichtete Vereinschef Bert Hantusch. Außerdem musste Material gekauft und die Biathlon-Anlage insgesamt vergrößert werden - bis in die Seitenstraße hinein.

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