Bahn frei für Segelflieger nach der Winterpause

Zum Saisonstart des Auerbacher Fliegerklubs haben am Karfreitag bei Bilderbuchwetter auch Flugschüler Runden über dem Vogtland gedreht.

Auerbach.

Gelassen sieht Alina Stefan ihrer ersten Flugstunde entgegen. Respekt sei aber mit an Bord, sagt die 34-Jährige. Im Winter absolvierte sie beim Auerbacher Fliegerklub ihre theoretische Ausbildung für Segelflugzeuge. Jetzt folgt die Praxis. Sie ist eine von vier Flugschülern, die am Karfreitag bei Traumwetter in die Luft gehen. Damit beginnt für den Verein auch der Einstieg in eine neue Saison.

An der 800 Meter langen Start- und Landebahn stand Alina Stefan schon öfter: als Gast. "Mir gefällt das schon immer", erzählte sie. Anspruchsvoll ist nicht nur ihr neues Hobby. Die Auerbacherin ist Fachärztin für Neurologie. Vor ihr hob Lukas Möckel zum dritten Mal ab. Mit 14 Jahren gehört der Ellefelder zu den Jüngsten in Ausbildung befindlichen Hobby-Piloten. "Es gibt zwar keine Altersbegrenzung mehr, beim Flugtraining muss man aber mindestens 14 sein", sagte Vereinschef Frank Hackl. Insgesamt zwölf Schüler führt der Fliegerklub derzeit zur Segelflug-Lizenz.


Je nach Trainingsintensität benötigen die Azubis 50 bis 100 Flugstunden, bis sie Segler allein steuern können. "Sie müssen ein Gefühl dafür bekommen, wie das Flugzeug auf Lenkbewegungen reagiert und wie es in Gefahrensituationen beherrscht wird", schilderte Fluglehrer Kai Müller das Pensum. Geübt wird auch Orientieren in der Luft, Geradeaus- und Kurvenfliegen, Starten und Landen.

Gelegenheit, die Fliegerei für sich zu entdecken, gibt es seit 2018 öfter als in der Vergangenheit. Außer einem Schnuppertag Anfang September und einem Sommerfliegerlager, bei dem auch Gäste willkommen sind, können sich Interessierte an jedem Wochenende zum Schnuppern anmelden. "So gestaltet sich das für die Leute flexibler", sagte Frank Hackl.

Im Veranstaltungsprogramm steht dieses Jahr auch wieder ein Tag der offenen Tür. Zwar ist der 22. Juni im Kalender angekreuzt, festlegen wollen sich die Freizeit-Piloten trotzdem noch nicht. "Diesmal gibt es in Auerbach kein Altmarktfest", erklärte Hackl. Möglicherweise wäre dann das erste Augustwochenende frei. "Wenn die Stadt nichts dagegen hat, würden wir unseren Tag der offenen Tür gerne im August machen. Das ist günstiger."

Vereinzelt drehten Segelflieger schon am vorangegangenen Wochenende einige Runden am Himmel über Auerbach. Denn der eigentliche Saisonstart fiel auf den 13. April. Am Palmsonntag musste die Fliegerei fast flachfallen. "Da war das Wetter so schlecht, dass nur ein paar ganz Abgebrühte geflogen sind", erzählte Vereins-Pressesprecher Thomas Scheffler. Kein Wunder, dass die Ungeduld ziemlich groß ist: Seit 1. November ruhte der Flugbetrieb. Seitdem wurden die sieben Vereinsflieger durchgecheckt. Die Werkstattbesuche sind laut Scheffler mehr als Pflichterfüllung. "Sie dienen auch der eigenen Sicherheit." www.fliegerklub-auerbach.de

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