Bau der Heine-Straße kann endlich starten

In letzter Minute gibt es grünes Licht für das Bauvorhaben. Am Montag soll es losgehen - sieben Jahre nach Planungsbeginn.

Falkenstein.

Am Donnerstag ist nicht nur Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) ein Stein vom Herzen gefallen: Auf den letzten Drücker kam das Schriftstück über den "förderunschädlichen vorzeitigen Baubeginn" des Projekts Heine-Straße im Rathaus an. Damit kann der grundhafte Ausbau doch wie geplant am Montag, 1. April, beginnen. Der Bauauftrag war unter Vorbehalt bereits im jüngsten Stadtrat vergeben worden, auch eine mündliche Zusage hatte die Kommune bereits vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) erhalten. Doch ohne schriftliche Genehmigung hätte das alles nichts genützt.

Die Stadt hat sogar doppelten Grund zur Freude: Zum ersten Mal seit Jahren war die Summe, für die der Zuschlag erteilt wurde, geringer als die eigene Kostenberechnung. Falkenstein hatte mit Kosten von 906.000 Euro für die ersten beiden Bauabschnitte gerechnet, Hoch- und Tiefbau Reichenbach will den Auftrag für 680.000 Euro ausführen. "Hier zeigt sich der Vorteil einer Winterausschreibung", meint Bürgermeister Siegemund.


Angesichts des Baubooms musste nicht nur Falkenstein zuletzt zahlreiche Aufträge weit teurer vergeben, als zunächst veranschlagt - manchmal fand sich gar keine Firma, die bauen wollte. Gerade mitten im Jahr gab es in der Branche oft keine freien Kapazitäten. Diesmal hatten sich immerhin vier Unternehmen an der Ausschreibung beteiligt.

90 Prozent der Baukosten sollen durch Fördermittel gedeckt werden. In diesem Jahr sollen die ersten beiden Bauabschnitte geschafft werden - zuerst der zwischen der Tierpark-Futterküche am Stadtpark-Ende und der Kreuzung Dorfstädter Straße, anschließend der in Richtung Bahnhofstraße. Der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (Zwav) erneuert gleichzeitig Abwasser- und Trinkwasserleitungen. Er zahlt für die beiden ersten Abschnitte zusätzlich rund 440.000 Euro, so dass die Gesamtkosten 2019 bei 1,1 Millionen liegen. Erst 2022 soll die gesamte Straße saniert sein. Das Projekt ist in fünf Abschnitte unterteilt.

Straße und Fußweg sind seit langem in schlechtem Zustand. Künftig soll es Fußwege auf beiden Seiten geben, auch die Beleuchtung soll deutlich besser werden. Schon 2012 begann die Planung. Wegen des Streits um die Straßenbäume, die fallen sollten, wurde das Vorhaben zunächst auf Eis gelegt. 2018 fielen dann 23 Linden, diesmal gab es keinen Protest. "Es ging nicht anders - wir werden erneut Linden pflanzen", verspricht Bürgermeister Siegemund.

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