Bendelstein: BI will Zwischenlösung

Nachdem der bisherige Markt-Betreiber das Handtuch geworfen hat, ist die Angst vor einer Versorgungslücke gewachsen.

Auerbach.

Die Bürgerinitiative (BI) "Keine Versorgungslücke" zeigt sich bestürzt über die jüngste Entwicklung in Sachen Supermarkt im Auerbacher Neubaugebiet. "Jetzt ist eine Zwischenlösung notwendig", schreibt Dorothea Wolff im Auftrag des BI-Vorstands. Ab Januar 2020 bis zur Öffnung des neuen Supermarktes müssten Neubaubewohner ohne Auto, speziell Alte und Kranke, die Möglichkeit erhalten, sich fußläufig mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen.

Wie berichtet, hat der bisherige Betreiber des Rewe-Marktes, René Zahovsky, nach dem Scheitern der Gespräche mit dem neuen Grundstückseigentümer FIM endgültig das Handtuch geworfen. Damit sind Hoffnungen auf eine nahtlose Weiterführung des Marktes (unter dem Label "Nahkauf") ab Jahresende geplatzt.

Der BI schweben laut Mitteilung verschiedene Varianten für eine Zwischenlösung vor. Dazu gehört ein Markt, der mindestens dreimal wöchentlich in unmittelbarer Nähe des Nahversorgungszentrums die nötigen Waren anbietet, zum Beispiel auf der Parkfläche des Rewe-Gebietes, solange dort noch nicht gebaut wird. Oder auf dem stadteigenen Parkplatz neben dem Sparkassenwürfel. "Noch günstiger" wäre aus Sicht der BI die große Halle auf der Reumtengrüner Straße, direkt neben Rewe. Sie wurde vom Unternehmen Dorn & Partner aus Chemnitz erworben. "Wenn die Stadt dieses Gebäude bis zur Neueröffnung eines neuen Marktes mieten könnte, hätte das für Käufer und Verkäufer den Vorteil, dass sie nicht Wind, Regen, Schnee und anderen Wetterunbilden ausgesetzt wären", schreibt Dorothea Wolff.

Erwogen werden müsste nach Ansicht der BI auch die Möglichkeit des Aufbaus eines Zeltes in der Nähe des Versorgungszentrums, in dem Händler oder vielleicht doch ein Supermarkt die nötigen Waren anbieten. "Die Miete muss natürlich deutlich unter dem Preis liegen, den FIM für das vorhandene Gebäude verlangt", fordert die Initiative.

Um die verschiedenen Varianten zu besprechen, will die BI den Auerbacher Oberbürgermeister um einen baldigen Termin bitten. Dabei soll auch ein Forderungsschreiben überreicht werden.

Die Initiative verweist darauf, dass die Stadtverwaltung eine Pflicht habe, die Daseinsvorsorge ihrer Bürger zu sichern. Dies wird aus verschiedenen Plänen und Entwicklungskonzepten abgeleitet.

Seitens der Stadt gebe es nichts Neues zu berichten, erklärte Bauamtsleiter Patrick Zschiesche auf Anfrage: Man stehe in intensivem Kontakt mit dem Investor und werde "künftig sicherlich maximal gemeinsam mit diesem etwas bekanntgeben". Die Stadtverwaltung war in die Kritik geraten, nachdem die Verantwortlichen im Sommer offenbar voreilig über eine Einigung mit Rewe berichtet hatten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...