Bendelstein: Verkaufswagen gegen die Versorgungslücke

Ein neuer Markt soll im Sommer 2020 öffnen. Bis dahin will man die Versorgung per Mobil sichern. Verwirrung gibt es um den Rewe-Schließungstermin.

Auerbach.

Der Auerbacher Stadtverwaltung ist es laut Mitteilung gelungen, dass ab Januar der "Engelswieser Frischdienst" mit einem Verkaufswagen die Grundversorgung am bisherigen Rewe-Standort im Neubaugebiet am Bendelstein übernimmt. Das Mobil soll jeweils an drei Tagen, nämlich von Mittwoch bis Freitag, Waren des täglichen Bedarfs anbieten.

Der Einkaufswagen soll die Zeit bis zur Öffnung eines neuen Supermarkts überbrücken. Diese wird nach Angaben der Stadtverwaltung für Sommer 2020 anvisiert. Die Fortführung des bisherigen Rewe-Marktes durch "ein neues Handelsunternehmen" stehe "kurz vor dem Abschluss", jedoch seien die Verträge noch nicht unterschrieben. Es sei geplant, den alten Markt zu erweitern und durch bauliche Veränderungen deutlich aufzuwerten. Nach "Freie-Presse"-Informationen will Netto einziehen.

Verwirrung gibt es um die Angabe der Stadtverwaltung, dass der Rewe-Markt nach ihren jüngsten Informationen schon am 11. Dezember schließt. Erfahren hat man dies laut Bauamtsleiter Patrick Zschiesche vom Investor FIM, der wiederum auf eine Rewe-Anfrage verwiesen habe. Marktleiter René Zahovsky wies diese Angabe am Freitagabend jedoch klar zurück und versicherte: "Wir haben definitiv am Samstag, 28. Dezember zum letzten Mal geöffnet - dabei bleibt es!" Darüber sei er sich mit den zuständigen Rewe-Verantwortlichen einig. Zahovsky sprach von geschäftsschädigenden Behauptungen.

In Sachen Nahversorgung weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Bürger mit der neuen Buslinie 11 zum Beispiel das Einkaufszentrum an der Klingenthaler Straße erreichen könnten. Außerdem sei derzeit in Prüfung, ob eine Extra-Linie zwischen Reumtengrüner Straße und Kaufland mittels Kleinbus (mit cirka 20 Sitzen) bis zur Neueröffnung des Versorgungsstandorts eingerichtet werden könne. "Sie soll die neuen Nahverkehrsangebote des Zweckverbands ÖPNV durch eine spezielle direkte ,Einkaufslinie' von Wendeschleife Bendelstein zum Kaufland ergänzen", so die Idee der Stadtverwaltung. Diese Linie könnte an mindestens zwei Tagen pro Woche vormittags hin und cirka anderthalb Stunden später zurück fahren, "um auch Älteren, in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohnern des Neubaugebiets das Einkaufen in einem größeren Markt zu ermöglichen". Die Finanzierung der zusätzlichen Linie solle von der Stadt Auerbach übernommen werden.

Mit dem mobilen Handel und verbesserten Busverbindungen wolle man eine Versorgungslücke verhindern, betont Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos).

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