Besondere Ehrung für Wende-Akteure?

Der Plauener Verleger Jean-Curt Röder möchte die Namen Annaliese Saupe und Thomas Küttler auf Straßenschildern lesen.

Plauen.

Der Plauener Verleger Jean-Curt Röder hat aus Anlass der Feierlichkeiten 30 Jahre friedliche Revolution vorgeschlagen, Plätze der Stadt nach zwei verdienstvollen Persönlichkeiten des Umbruchs 1989/ 90 zu benennen. In einem Brief an den Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) bringt Röder den damaligen Superintendenten Thomas Küttler und die couragierte Plauenerin Annaliese Saupe ins Spiel. Der Platz vorm Rathaus sollte künftig Küttlers Namen tragen, so der Verleger. Nach Annaliese Saupe könnte der Platz am Zugang zum Theaterplatz benannt werden. Dort erinnert eine Gedenktafel an die 2007 verstorbene Plauenerin.

Thomas Küttler sei "der Garant der friedlichen Revolution in Plauen" gewesen. Durch das Handeln des Superintendenten am 7. Oktober 1989 habe Plauen deutschlandweit Beachtung gefunden, so Jean-Curt Röder. Annaliese Saupes Mut war es zu verdanken, dass die Plauener Geschehnisse am 40. Jahrestag der DDR im Westen bekannt wurden. Saupe, die als Rentnerin in den Westen reisen durfte, hatte in ihrer Unterwäsche Fotos und Dokumente über die Grenze nach Hof geschmuggelt und den Journalisten der "Frankenpost" auf den Tisch gepackt. Oberdorfer reagierte auf den Vorschlag zögerlich. Auf Anfrage heißt es aus dem Rathaus, Küttler werde mit der Ehrenbürgerschaft für seine Verdienste geehrt. Ebenso erinnere eine Tafel an Saupes Leistungen. Dennoch sei er für die Umbenennung von Plätzen offen, "wenn der Vorschlag von Stadträten aufgegriffen wird", so der OB.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...