Bewegender Abschluss für Alfred-Roßner-Projekt

Über 30 Interessierte lauschten am Mittwochnachmittag in der Falkensteiner Trützschler-Schule einem Programm zum Abschluss des Projekts über Alfred Roßner (1906 bis 1943). Schon seit 2016 befassen sich hier (überwiegend) Schülerinnen unter Leitung von Lehrerin Martina Wohlgemuth (3. v. r.) mit dem Mann, der während der NS-Zeit in Oberschlesien zahlreiche Menschen vor dem Holocaust rettete. Unterstützt werden sie dabei von der Autorin Hannah Miska (2. v. r.), die ein Buch über Roßner geschrieben hat. Das aktuelle Projekt "Spurensuche" lief 2019 und war überaus erfolgreich: Deutschlandweit wurden Medien auf den Falkensteiner aufmerksam - und seine Heimatstadt will ihn angemessen ehren. Noch vor einigen Jahren hatte der damalige CDU-Bürgermeister Arndt Rauchalles einen entsprechenden SPD-Vorstoß abgelehnt: Man habe keine für eine Umbenennung geeignete Straße. Nachfolger Marco Siegemund (CDU) brachte zunächst die Benennung der bisher namenlosen Grundschule und zuletzt einen Alfred-Roßner-Preis ins Gespräch - für Menschen, die sich "für Toleranz und Mitmenschlichkeit, gegen Fremdenfeindlichkeit" engagierten, wie er erläuterte. Hannah Miska findet diese Idee "ganz wunderbar": So werde Jahr für Jahr neu an den Falkensteiner erinnert, der mit dem eigenen Leben für seine Rettungstaten bezahlte. (bap)


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