Blasmusiker lassen die Sonne scheinen

Auftakt nach Maß für das Musikantentreffen auf der Schlossinsel Rodewisch: Drei Kapellen spielten vor gut gefüllten Stuhlreihen.

Rodewisch.

Wie auf Bestellung hat Petrus dem ersten Musikantentreffen in diesem Jahr Sonnenschein beschert. Die Stuhlreihen vor der Freilichtbühne auf der Rodewischer Schlossinsel füllten sich schnell und die Musikanten waren bester Laune.

Auf der Bühne standen neben den Gastgebern von den Original Rodewischer Musikanten die Musiker der Röthenbacher Feuerwehrkapelle und vom Jugendblasorchester Auerbach. Die Ensemble brachten Melodien verschiedener Genre zu Gehör. Für jeden war etwas dabei - zum Beispiel: "Ich will keine Schokolade. Ich will lieber einen Mann", verkündete Sängerin Meike Weigel, die im Block der Rodewischer Musikanten den Nachmittag eröffnete. So recht glauben wollte ihr das das Publikum nicht, denn Meike hatte ihren Mann gleich mitgebracht. Der versorgte inzwischen ihr Kleinkind. Aber auch weitere Oldies wie "Ein Schiff wird kommen" und die Titelmelodie der Olsenbande-Filmklassiker weckten besonders bei der älteren Generation Erinnerungen.


Böhmische Klänge stimmten die Röthenbacher Musikanten an. "Kannst du Knödel kochen?", fragte Chorleiter Torsten Schlottke Sängerin Sabine Schimmak. Sie bejahte. "Dann sollst du die Frau meines Lebens sein", so der singende Orchesterleiter. Im Gepäck hatten die Röthenbacher auch den Steigermarsch und das Trompetenecho. Seit ihren Auftritten im Ratskellersaal hat die Röthenbacher Kapelle in Rodewisch an Beliebtheit gewonnen. Auch auf der Insel gab es viel Applaus.

Viel Applaus erntete auch das Jugendblasorchester Auerbach unter der Leitung von Andreas Schmidt. Die jungen Musiker brachten mexikanische und spanische Weisen zu Gehör. Zum Finale stimmten alle Kapellen gemeinsam den Fliegermarsch an - eine Tradition, die beim Musikantentreffen in Rodewisch gepflegt wird.

Inzwischen steuern die Rodewischer den 51. Jahrgang ihres Musikantentreffens an. Einst von Bläserlegende Arthur Keck gerufen, hat sich nach der Wende das Format - inzwischen unter der gemeinsamen Regie von Kultur- und Heimatvereins und Rodewischer Musikanten - zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender entwickelt. Viele Kapellen aus der Region gaben auf der Rodewischer Schlossinsel dabei schon ihre Visitenkarte ab.

"Der Start am Sonntag war gut", freute sich Lothar Jahn, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins. Zum nächsten Musikantentreffen am Pfingstmontag, 5. Juni, haben die Original Rodewischer Musikanten ihr Pendant aus Straßberg zu Gast.

www.rodewischermusikanten.de

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