Bote der Hoffnung

Die Anruferin aus dem Plauener Vorort war wirklich aufgebracht und ein kleines bisschen durcheinander ob ihres gerade Erlebten. Sie hatte sich nur eben schnell ihren gewohnten Essigreiniger im Supermarkt besorgen wollen, aber dort war die Hölle los. Wirklich nicht schön, wenn die Menschen sich immer noch gegenseitig an der Supermarkt-Kasse auf die Pelle rücken.

"Mir tat der Kassierer in dem Stress so leid, da habe ich ihm gleich ein kleines Trinkgeld gelassen", sagte die Anruferin. Wir waren uns einig, dass die Verkäufer derzeit Großartiges bei hohem persönlichen Risiko leisten. Und letztlich auch darin, dass man allen ein, zwei Tage Zeit geben sollte, sich mit den neuen Erfordernissen vertraut zu machen und sich an das Abstandsgebot zu halten.

Plötzlich rief sie mitten im Telefonat: "Ein Zitronenfalter!" Sie hatte den ersten Schmetterling des Jahres in ihrem Garten entdeckt. Kann es ein schöneres Zeichen der Hoffnung geben?!


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