Brückenschlag im Stadtpark Rodewisch

Die neue Rissbrücke ist seit Dienstag an ihrem Platz. Bis die Göltzsch dort zu Fuß oder per Fahrrad überquert werden kann, müssen sich die Rodewischer aber noch gedulden - denn nicht alles hat 100-prozentig geklappt.

Rodewisch.

"42 Meter lang, vier Meter breit, 50 Tonnen schwer" - Andrea Schwalbe vom Rodewischer Bauamt hat die Zahlen zur neuen Rissbrücke im Stadtpark parat. Der Stahlkoloss, auf dem Fußgänger und Radfahrer bald die Göltzsch überqueren können, wurde in Stützengrün gefertigt und war in der Nacht zum Dienstag per Schwerlasttransport angeliefert worden. Schwabe koordiniert die zwei Millionen Euro teure Umgestaltung des Stadtparks, zu der der Brückenbau gehört.

Am Dienstagvormittag startete die Montage. Zunächst ging alles glatt: Kurz nach 8 Uhr war die Brücke von einem 400-Tonnen-Autodrehkran an den Haken genommen worden und gegen 9.30 Uhr auf den beiden Widerlagern platziert. Zahlreiche Rodewischer ließen sich das nicht entgehen - darunter Magnus Braun, dessen Vater die Brücke geplant hat. "Toll, dass ich dabei sein kann", freute sich der Schüler vom Pestalozzi-Gymnasium, dass der Abstecher zur Baustelle dank der Herbstferien möglich war.

Zur Brückenkonstruktion gehören acht Stahlpfeiler, die das im Vergleich zur Vorgängerbrücke filigrane Bauwerk stützen. Die Stahlelemente sollten eigentlich im Lauf des Dienstags montiert werden - notfalls auch in einer Nachtschicht. Denn am Nachmittag zeichnet sich ab, dass die notwendig werden würde: Ein Defekt am Autodrehkran musste repariert, die Montage der Stützelemente für mehrere Stunden unterbrochen werden.

"Wir haben vorgesorgt. Unsere Feuerwehr wird die Baustelle bei Einbruch der Dunkelheit ausleuchten, damit die Montage weitergehen kann, wenn der Kran wieder funktioniert", sagte Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU), die am Abend zuversichtlich war, dass die Unterbrechung den Bauplan nicht über den Haufen wirft. Danach folgt auf den Anbau der Stützpfeiler, die am Mittwoch fortgesetzt wird, die Montage des Geländers und der Brückenbeleuchtung. Bis zum Jahresende, so die Zielsetzung im Rathaus, soll auch der Wegebau rund um die Brücke abgeschlossen sein, damit die Göltzschquerung noch 2019 freigegeben werden kann.

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