Bürger sollen beim Geld mitreden

Linke schlägt für Treuen einen Bürgerhaushalt vor

Treuen.

Rodewisch hat ihn, Schöneck auch - einen sogenannten Bürgerhaushalt. Das Prinzip: Im Etat der Kommune wird ein bestimmter Geldbetrag reserviert, zu dessen Verwendung die Bürger Vorschläge machen können. Die Fraktion Die Linke im Treuener Stadtrat möchte, dass dieses Prinzip bei der Erarbeitung des nächsten Haushaltsplanes der Stadt berücksichtigt wird und hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Ob und wann der zur Diskussion im Stadtrat gestellt wird, kann Fraktionssprecher Jürgen Jahn noch nicht sagen.

"Stadtrat und Verwaltung können Treuen nur voranbringen, wenn sie wissen, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist", nennt Jahn einen Grund, weshalb Treuen sich einem Bürgerhaushalt nicht verschließen sollte. "Ein weiterer: Wer Stadtleben mitgestaltet kann, fühlt sich mit der Stadt verbunden", meint Jahn. Obendrein würden die Bürger, die beim Bürgerhaushalt mitmachen, Entscheidungen besser nachvollziehen können und lernten "die Komplexität der städtischen Finanzen kennen", glaubt der Fraktionssprecher.

Ihren Antrag untermauert die Linke mit einem detaillierten Plan, wie der Bürgerhaushalt in Treuen umgesetzt werden könnte (Anträge und Begründungen, Fristen und Entscheidungsfindung etc.). Wie viel Geld im Bürgerhaushalt zur Verfügung stehen soll, dazu mache man keine Angaben, um der Diskussion nicht vorzugreifen, so Jahn. In Rodewisch zum Beispiel, wo dieses Jahr erstmals ein Bürgerhaushalt ausgeschrieben wurde, stehen 10.000 Euro zur Verfügung. (how)

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