Bunte Zukunftsgeschichten auf vielen Kanälen erzählt

Acht Tafeln und ein Film sollen auf Rodewisch im Jahr 2030 neugierig machen. Und in der Adventszeit kommt noch mehr.

Rodewisch.

Anger, Gymnasium, Busbahnhof, Sternwarte, Insel und Göltzschtalhalle sollen einige der künftigen Standorte von Kunststoff-Tafeln sein, auf denen die Rodewischer Zukunftsgeschichte 2030 dargestellt ist. Darauf hat sich die zuständige Gruppe der Rodewischer Zukunftswerkstatt beim jüngsten Treffen geeinigt. Fröhliche Menschen, die zum Beispiel im Graben rund um die Schlossinsel baden, sich Elektro-Fahrzeuge ausleihen, in einem Markt ohne Verpackung einkaufen, durch weitläufige Parks bummeln, mit dem Bürgerbus durch die Gegend fahren oder in angesagten Rodewischer Bars abhängen - acht solche Wimmelbilder hat Julia Kluge (29) gezeichnet.

Die junge Frau stammt aus Lengenfeld und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Leipzig. "Mit Rodewisch bin ich schon dadurch verbunden, dass ich hier geboren bin", sagt sie. Mit vier weiteren Gruppenmitgliedern und Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) wurden beim Treffen im Rathaus die Details erörtert. Man verständigte sich unter anderem darauf, auf jedem der Bilder neben einem kurzen Erläuterungstext einen QR-Code anzubringen, der auf den dazugehörigen Zukunftsfilm verweist. Auch der basiert auf Julia Kluges Wimmelbildern: Eine Trickfilm-Frau namens Leonie aus Mannheim berichtet ihrem Freund, wie gut es ihr im Rodewisch des Jahres 2030 gefällt - in einer Stadt, die "noch die Kurve gekriegt hat", obwohl es 15 Jahre vorher noch trübe aussah. Über die Rodewischer Internet-Seite ist der Youtube-Streifen zu finden. Im Herbst sollen die Tafeln an Gebäuden angebracht werden.

Doch Tafeln und Film sind längst noch nicht alles: Auch ein kompletter Kalender sowie besondere Weihnachtskarten sind in Planung. In der Adventszeit sollen sie im wahrsten Sinne auf den Markt, nämlich den Weihnachtsmarkt, kommen. Als Motive sollen passende Szenen aus den Wimmelbildern herausgezogen werden - groß genug ist die Auswahl dort allemal. Kinder können sich außerdem noch auf ein Malbuch freuen, in dem sie sich die Rodewischer Zukunft ganz individuell ausmalen dürfen.

Einige der Zukunftsvorhaben hat die Kommune bereits in Angriff genommen, bei anderen könnte die Realisierung länger dauern, manche sind vielleicht eher Träume. Zahlreiche Rodewischer machen sich Gedanken über die Entwicklung ihrer Heimatstadt. Und in den aktiven Gruppen hofft man darauf, dass es durch die Werbeaktion für Rodewisch 2030 noch mehr werden.

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