Charaktervolles Duo erntet reichen Beifall

Reichenbach.

Schon die Jugendwerke bedeutender Komponisten können es in sich haben. Am Sonntag war im Reichenbacher Neuberin-Museum mit Richard Strauss' früher F-Dur Sonate für Cello und Klavier ein solches Stück zu erleben. Zu danken waren diese tiefen Eindrücke Thomas Benke am Ibach-Flügel und Rodin Moldovan, der ein im Jahr 1818 gebautes Cello des Prager Meisters Caspar Strnad spielte. Das Duo kennzeichneten nicht allein die nötige Virtuosität und ein harmonisches Zusammenspiel. Der aus Pfaffengrün stammende Pianist und der in Rumänien geborene Solocellist des MDR-Sinfonieorchesters warfen ihre ganze Persönlichkeit in die Waagschale, atmeten jeden Ton, jede Wendung des Geschehens mit und erreichten so jene Bereiche des Musizierens, wo es vor Freude und Spannung nicht aufhört zu knistern. Diese freie, mitreißende Art des Musizierens kam auch Max Bruchs von jiddischem Liedgut geprägtem, ausdrucksstarkem Adagio "Kol Nidrei" und der Ersten Cellosonate von Johannes Brahms zugute. (vm)

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