Cityzufahrt Plauensche Straße bleibt bis Weihnachten gesperrt

Eigentlich sollten die Bauarbeiten an einer wichtigen Zufahrt zur Auerbacher Innenstadt am heutigen Freitag enden. Jetzt signalisiert die Stadtverwaltung, dass die Bauarbeiten länger dauern.

Auerbach.

Was sich jedem Laien beim Blick in die Baugrube an der Plauenschen Straße offenbart, hat die Stadtverwaltung Auerbach diese Woche auf Nachfrage bestätigt: Der Ende Oktober ausgearbeitete Terminplan für die Baustelle ist Makulatur, das für den 4. Dezember angekündigte Bauende hinfällig, die Innenstadtzufahrt bleibt gesperrt.

"Nach derzeitigem Stand gehen wir von einer Fertigstellung vor Weihnachten aus; vorbehaltlich der Witterung", erklärt Bauamtsleiter Patrick Zschiesche auf Nachfrage. Damit schließt er nicht aus, dass die Sperrung länger dauern könnte, wenn es schlecht läuft. Die aktuelle Bauzeitverlängerung begründet er mit "zusätzlichen Arbeiten an den den Baubereich berührenden Teilen." Wie schon zuvor lehnt das Rathaus eine detaillierte Auskunft zum Baugeschehen ab. Es seien die Rechte Dritter berührt, lautet die Begründung. Dieser Dritte ist die Sparkasse Vogtland, an deren Filiale sich die fast sieben Meter tiefe Baugrube erstreckt. "Die Instandsetzung an der Plauenschen Straße liegt in Regie der Stadt Auerbach. Mögliche Forderungen wurden an unseren Versicherer übergeben", gibt das Kreditinstitut Auskunft.

Seit Mitte Juni ist die Plauensche Straße gesperrt. Zuvor hatten sich dort Teile des Fußweges und der Fahrbahn gesenkt. Die Ursachenermittlung ergab, dass umfangreiche Arbeiten im Untergrund notwendig sind, um die Tragfähigkeit der Straße entlang der Sparkasse wiederherzustellen.

Die Ursache für die Absenkungen im Bereich der Straße werden in der Anfang der 1990er-Jahre erfolgten Neubebauung in dem Bereich vermutet. Die früherer Bebauung an der Göltzsch machte damals dem Neubau der Sparkasse Auerbach Platz.

Anfang November begannen die Bauarbeiten im Untergrund. Eine Ramme brachte Spundwände ein, die das Ausheben der schmalen, aber tiefen Baugrube ermöglichten. In der wurden Abwasserleitungen freigelegt, aber auch Reste der früheren Bebauung wie alte Holzbalken und Mauerwerk. Das Material war nach dem Abbruch offenbar zum Verfüllen verwendet worden. Um weiter in die Tiefe vordringen zu können, kam vorige Woche ein Saugbagger zum Einsatz. Der legte alte Dränageleitungen frei, die entfernt wurden. Diese zuvor nicht absehbaren Arbeiten haben offenbar zum aktuellen Bauverzug geführt.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    kopfschuettler1
    07.12.2020

    Ds ds mit Freitag nichts wird, das hat eigentlich jedes kleine Kind gesehen, der einmal die Baugrube gesehen hat.
    Für mich unverständlich, warum die Stadt so eine Geheimniskrämerei daraus macht. Die Stadt hat die Pflicht, seine Bürger darüber aufzuklären. Warum gibt die Stadt die wahren Gründe nicht preis? Hoffentlich denken die Bürger an diese Falschheit auch zurück, wenn die nächste OB-Wahl ist. Das habe ich noch bei keiner Stadt erlebt, dass sie ihre Bürger im Dunkeln tappen lässt. Was wird hier verschleiert, Her OB Deckert?