Corona: Einschnitte im oberen Vogtland

Landratsamt erlässt Allgemeinverfügung für gesamten Landkreis

Plauen/Auerbach/Adorf.

In einer Allgemeinverfügung hat das Landratsamt am gestrigen Dienstag für den gesamten Vogtlandkreis neue Regelungen festgelegt, die heute inKraft treten. Während die Veranstalter im Landkreis personenbezogene Daten erheben müssen, kommen auf Markneukirchen, Adorf und Bad Elster sowie deren Ortsteile starke Einschränkungen beispielsweise bei Zusammenkünften und Feiern zu. Grund für die Maßnahmen ist laut dem Landratsamt, dass es im Vogtlandkreis in den vergangenen sieben Tagen mehr als 35 Corona-Neuinfektionen - bezogen auf 100.000 Einwohner - gegeben hat. Gestern hat das Landratsamt zehn Neuinfektionen gemeldet. Damit stiegt die Zahl im Vogtlandkreis auf insgesamt 98 Corona-Fälle.

Im gesamten Landkreis müssen die Veranstalter und Betreiber von Betrieben, Sportstätten, Gastronomie, Hotels, Beherbergungsstätten sowie Ansammlungen im öffentlichen Raum ab sofort personenbezogene Daten erheben. Dazu zählen laut der Verfügung Angaben wie Name, Telefonnummer und E-Mail-Adressen sowie Zeitraum des Besuches zur möglichen Nachverfolgung von Infektionen.

In Bad Elster, Adorf und Markneukirchen wird die Personenzahl bei privaten Zusammenkünften im eigenen Haus auf 25 beschränkt. Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind nur zulässig allein und mit Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und entweder mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder mit bis zu fünf anderen Personen, so die Allgemeinverfügung. Familienfeiern in Gaststätten oder anderen, abgetrennten Räumen sind mit bis zu 50 Personen aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zulässig.

Zudem veröffentlichte am Dienstag die tschechische Zeitung "Sokolovsky deník" unter Berufung auf das Außenministerium in Prag eine Meldung, wonach in Kürze eine erneute Schließung der deutsch-tschechischen Grenze für touristische Reisen drohen würde. Davon war auf deutscher Seite bis Dienstagabend nichts bekannt, wie Anfragen an die Bundespolizei-Inspektion Klingenthal und die Bundespolizeidirektion Pirna ergaben. (tb/lh/tm)

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