Das Kispi läuft - dank Ehrenamt

Vor 15 Jahren öffnete das Kinderspiel-Paradies in einem alten Fabrikgebäude in Grünbach seine Pforten. Seitdem wird das Angebot ständig ausgebaut. Aktuell ist der Chefsessel unbesetzt.

Grünbach.

"Wir freuen uns über schlechtes Wetter", gesteht Gabi Bauer. "Regen spielt uns in die Karten." Die Falkensteinerin zählt zu den acht Mini-Jobberinnen, die den Betrieb im Kispi aufrecht erhalten. Bei Mistwetter kommen täglich bis zu 200 Kinder in das vom Verein Kinderspielvogtland betriebene Spielparadies, bei Sonnenschein manchmal nur zwei oder drei. Momentan laufen bei Gabi Bauer und Mitstreiterin Elke Thoß die organisatorischen Fäden zusammen, da der Chefsessel nach dem Weggang der bisherigen Leiterin Isabel Nowok verwaist ist. Außerdem gibt es zwei Festangestellte (Maria Faldum und Dietrich Bartels) in der Einrichtung, deren 15-jähriges Bestehen am Freitag und Samstag begangen wird.

Vorwiegend sind es Rentnerinnen, die den Indoor-Spielplatz und die Kinderfahrschule betreuen. "Viel Liebe und Engagement" sei notwendig, meint Gabi Bauer: Über den Minijob bekommen die Frauen nur wenige Stunden bezahlt, ein Großteil der Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Die meisten sind schon seit Jahren hier, einige haben zum Beispiel ursprünglich als Bundesfreiwillige hier begonnen.


Die Besucherzahlen haben sich bei etwa 18.00o bis 20.000 pro Jahr eingependelt - wegen der Hitze kamen 2018 etwas weniger. "Uns ist wichtig, dass die Kinder nicht nur hüpfen, springen und toben, sondern auch mal etwas Ruhiges mit der Familie machen können", erklärt dazu Gabi Bauer. Dafür gibt es zum Beispiel auch eine Bastelecke und ein neues Angelspiel, bei dem man sich schon konzentrieren muss, um die "Fische" herauszuangeln.

Ob Fasching, Ostern oder Halloween - im Kispi geht es rund. Ein Höhepunkt ist die Wunschzettel-Aktion zu Weihnachten. Auch für große Kita-Weihnachtsfeiern oder den "Tag des Wassers" des Zwav wird die Einrichtung gebucht. Das Gebäude selbst, ehemals das Falgard-Werk XIII, ist Eigentum der Gemeinde Grünbach. Die Kommune unterstützt das Kispi unter anderem durch den Einsatz von Bauhof-Leuten bei schwerer körperlicher Arbeit. Außerdem zahlt Grünbach seit 2009 einen jährlichen Zuschuss von 5000 Euro an den Kispi-Verein. Bis zu diesem Engagement sei es ein harter Kampf gewesen, sagt Bettina Groth, Kispi-Gründerin und heute Vize-Chefin des Vereins: "Ich habe mit Engelszungen dafür geworben, dass die Gemeinde sich einbringt." Insgesamt sei das Kispi eine Erfolgsgeschichte: Man habe eine Brache belebt, Arbeitsplätze geschaffen und für Grünbach einen Anziehungspunkt geschaffen.

Die Geburtstags-Party 15 Jahre Kispi wird am Samstag, 25. Mai, 14 bis 18 Uhr in der Einrichtung gefeiert. Geboten werden eine Zaubershow, Maskottchenparade, Sumo-Ringen, Kutschfahrten, Papageien-Vorführung, Torwandschießen, Feuerwehr-Schau und vieles mehr. Der Eintrittspreis ist an diesem Tag 30 Prozent niedriger.

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