De "Glotze"

Wenn aans nei de Rähr guckt wass jeder Vuegtländer wos gemaant is. (mannichs Mol guckt mr aah nei, wenn ewos schief laaft). Wenn ober vor dr "Glotze" de Red is - und des fast jedn Tog e poar Mol - noochert härt de Freindschaft auf. Sue "verhanebiebeln" muss mr unner Sproch net.

Auf wos will de Meta naus? Nu jedn Mitttog im 11.45 Uhr kumme vorn Vogtlandsender aus Plaue Fernsehtipps frn Umd. Aaner von de Sprecher tut miet Fraad e poar Mol des Wort "Glotze" verwendn. Des is r Freindin von dr Meta esue aufn Geist gange, ass se e Whatsapp geschriebn hot: "Wir haben eine so schöne Sprache. Ich kann nicht verstehen, warum man die täglich mit dem Wort "Glotze" verunstaltet". Zer Antwort hot se kriegt: "na aber die "Glotze" kennt doch jeder in Sachsen, oder ? Ein bisschen muss man sich seine Wurzeln im Sprachdschungel bewahren". Dr Meta is ball de Sproch weggebliebn wie r des drzehlt wuern is. Wenn dr Fernseher e "Glotze" is, sei mier Fernsehschauer also "Glotzer"? Nu alles nischt! Wenns haaßt e Kuh glotzt mog des oagieh. Ober mier Menschen "guckn" de Programme oa, wall mr wos drfoahrn und wenns gieht wos drzu larne welln. Tut dr Sprecher glotzn ist des sei Sach. Blueß uns annern sell r net unterstelln, ass mrs iehm gleichtunne. Jednfalls drehe mr heit umst ne Fernseher auf und guckn nei de Rähr. (rmö)

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