Debatte um Standort Hallenbad: Verein appelliert an Städtebund

Es gibt keinen besseren Standort für ein Ganzjahresbad im Göltzschtal als Brunn, sagen die Waldbadbefürworter und bekräftigen ihren Standpunkt mit einer Argumenteliste. Dies als Reaktion darauf, dass 2021 mit Fördermitteln eine Standortprüfung durchgeführt werden soll.

Auerbach/Rodewisch.

Zur Standortfrage für ein Ganzjahresbad in der Region Göltzschtal hat der Förderverein Waldbad Brunn einen Standpunkt, und zwar "einen gefestigten und fachlich fundierten", wie es in einem Schreiben an die Sprecherin des Mittelzentralen Städteverbundes, Kerstin Schöniger, Bürgermeisterin von Rodewisch (CDU), heißt. Nachdem vergangene Woche bekannt geworden war, dass die Göltzschtalkommunen im Verbund im nächsten Jahr nach einem geeigneten Hallen- beziehungsweise Ganzjahresbadstandort suchen wollen, verweist der Verein wiederholt auf seine Rechercheergebnisse und knüpft daran auch eine Erwartung.

Demnach gibt es für die Waldbadförderer keine Alternative zum Standort in Brunn: Beim Neubau eines Hallenbades an einem anderen Standort würden zirka zwei Millionen Euro an zusätzlichen Investitionskosten anfallen, weil die in Brunn vorhandene Infrastruktur wie Sauna, Umkleiden, Duschen, Parkplätze und Gastronomie zusätzlich gebaut werden müsste, begründen sie. Zudem würde die Stadt Auerbach für Millionen die gesamte Anlage Brunn zurückbauen müssen, wenn sie nicht zusätzlich drei Freibäder bewirtschaften wolle.

Der Förderverein verweist darauf, dass man zu diesen Fragen auch Fachleute aus den entsprechenden Bau- und Betriebsbereichen konsultiert und die Vorort-Faktoren zudem mit anderen Hallenbadstandorten in Zwönitz, Annaberg-Buchholz, Greiz, Gotha und Spremberg verglichen habe. Ergebnis: Ein Ersatzneubau für die brach liegende Schwimmhalle in Brunn am gleichen Ort inklusive Ertüchtigung der bestehenden Freibadanlage sei eindeutig die kostengünstigste Variante. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der nahe Waldpark Grünheide im Sommer zusätzliche Gästezahlen generiere, die an alternativen Standorten nicht garantiert seien.

Erst am Montag hatte der Stadtrat Auerbach einen Fördermittelantrag gutgeheißen, der bei einem positiven Bescheid die knappe Hälfte der Baukosten für ein Sanierungsprojekt im Brunner Bad decken würde. Gesamtumfang: 5,3 Millionen Euro.

Am morgigen Dienstag geht es im Strategieausschuss der Göltzschtalkommunen darum, parallel ein anderes Projekt anzuschieben, für das ebenfalls Fördermittel beantragt werden sollen. Dabei geht es unter anderem darum, einen Standort für ein Hallenbad zu suchen. Daran würde die Bevölkerung im Göltzschtal beteiligt. Laut Verbundsprecherin Kerstin Schöniger soll Brunn dabei eine Rolle spielen, jedoch nicht von vornherein favorisiert werden. Die Waldbadförderer würden es dagegen begrüßen, "wenn sich die Göltzschtalkommunen an den Kosten für ein Brunner Allwetterbad beteiligen".

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