Der Klang der Farben: Verein plant große Ausstellung

Die Künstler aus dem ganzen Vogtland sind aufgerufen, ihre Werke einzureichen. Thema ist die Verbindung von Malerei und Musik, der Anlass das Beethoven-Jahr.

Falkenstein.

Wolfgang Blechschmidt malt gerne zu ruhiger, meditativer Musik - es darf gerne klassisch sein. Ehefrau Regina bevorzugt dagegen moderne Rhythmen, wenn sie an der Staffelei steht: "Jazz, Beat, auch Tina Turner oder Chris Rea", erklärt sie. Für das Falkensteiner Paar gehören Malerei und Musik zusammen - und das geht vielen anderen Künstlern genauso, stellten sie fest. Im Kunstförderverein Falkart reifte deshalb die Idee, im Beethoven-Jahr 2020 eine Kunstausstellung zum Thema "Der Klang der Farben" auf die Beine zu stellen. Vor 250 Jahren wurde der berühmte Komponist geboren. Einen direkten Bezug von Beethoven zum Vogtland gibt es zwar nicht: "Aber an ihm kommt niemand vorbei", meint Wolfgang Blechschmidt.

Alle vogtländischen Künstler sind aufgerufen, Arbeiten zum Thema einzureichen (Kriterien siehe Infokasten). Eine Jury soll dann die besten Arbeiten auswählen - für etwa 50 sei Platz in den Ausstellungsräumen im Falkensteiner Schloss, schätzt Wolfgang Blechschmidt. Von Oktober 2020 bis zum nächsten Mai sollen die Bilder und Fotografien dann zu sehen sein. Geplant ist ein Begleitprogramm, bei dem die Künstler Schülern ihr Werk erläutern, in der Galerie will man einen Workshop veranstalten. Im Zusammenhang mit der Ausstellung wolle man die Kooperation mit der Musikschule Rodewisch ausbauen, sagt Wolfgang Blechschmidt: "Wir setzen nicht nur auf Malerei, sondern verstärkt auch auf Musik." Schon jetzt wirken die Musikschüler regelmäßig mit an den Vernissagen des Fördervereins.

Der Kunstförderverein Falkart war im Juni 2017 von 14 Künstlern und Kunstinteressierten gegründet worden; er ging aus der gleichnamigen Initiative hervor, die 2013 entstand, um auf dem Rathaus-Boden vor sich hin gammelnde Künstler-Nachlässe zu retten. Momentan hat der Verein nach Angaben der Blechschmidts 18 Mitglieder. Vorsitzender ist Rainer Döhling, Wolfgang Blechschmidt sein Stellvertreter.

Das vergangene Jahr ist aus Vereinssicht sehr erfolgreich verlaufen. Anlässlich des 100. Bauhaus-Jubiläums beleuchtete Falkart die Verbindungen der in Falkenstein geborenen Künstler Otto Müller-Eibenstock und Max Eismann zum Bauhaus, zudem gab es eine Ausstellung mit Werken von Gottfried Schüler.

Die Blechschmidts als Falkart-Gründungsmitglieder stellen ab Mai in Meerane und ab September in der Kunsthalle Bad Elster aus. Ab Mai ist in der Galerie im Falkensteiner Schloss die Ausstellung des Falkensteiner Künstlers Lothar Stauch zu sehen.

"Kunst ist so wichtig wie Brot", meint Regina Blechschmidt. Leider werde sie insgesamt zu wenig geachtet - wenn es um Einsparungen gehe, falle sie überall zuerst weg. Auch an Schulen komme sie oft zu kurz, würden Stunden gestrichen. "Dabei ist die Welt ohne Kunst grau", sagt die Malerin.


Ausschreibung zur Kunstausstellung "Der Klang der Farben"

Teilnahmeberechtigt sind alle künstlerisch Tätigen, die ihren Wohnsitz im Vogtland und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Eingereicht werden können maximal zwei Arbeiten: bildnerische Arbeiten auf Leinwand oder Papier, möglich sind alle Techniken einschließlich Fotografien. Die Arbeiten sollten nicht größer als 80 mal 80 Zentimetersein.

Die Kunstwerke sollen als Fotografie oder Bilddatei vorgestellt werden - etwa Maße, Technik und Versicherungswert. Zur Bewerbung sind Lebenslauf, künstlerischer Werdegang und Kontaktdaten einzureichen. Der Falkart-Vorstand entscheidet über die Zusammenstellung der Ausstellung.

Am 31. Juli 2020 ist Bewerbungs- und Einsendeschluss. Ausstellungsort ist die Falkart-Galerie im Falkensteiner Schloss. Die Vernissage findet am 16. Oktober statt.

Infos und Bewerbungen schriftlich an Kunstförderverein Falkart (Herr Blechschmidt) Spinngasse 4, 08223 Falkenstein, per Mail an dieblechschmidts@web.de


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