Die 1,0 im zweiten Anlauf geschafft

Zuerst fehlte der Grünbacherin Lina Gronem ein Punkt an der Traumnote. Daraufhin hat sie selbst die Initiative ergriffen.

Grünbach/Klingenthal.

Linda Gronem ist eine von 322 sächsischen Gymnasiasten, die in diesem Jahr ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 abgelegt haben. Dabei war das ursprünglich gar nicht ihr Ziel.

Vielleicht liegt es daran, dass sie fast ein wenig verlegen wirkt. Denn mit dem ausgezeichneten Ergebnis hatte sie nicht gerechnet. Linda Gronem hat die Außenstelle Skisportgymnasium Klingenthal des Oelsnitzer Julius-Mosen-Gymnasiums besucht. "Ich hatte nicht damit gerechnet. Ich wollte doch nicht Medizin studieren", sagt sie lächelnd. Aber dann hat sie doch etwas dafür getan. Die Grünbacherin stellte nämlich fest, dass sie nach dem Punktesystem bei den Abiturnoten gar nicht weit von der Traumnote entfernt war. Ab 823 Punkten bekommt man eine 1,0. Sie hatte insgesamt 822 Punkte erreicht. Daraufhin beschloss sie, sich nachprüfen zu lassen und kam dann auf die 1,0.


Mit diesem Zeugnis hat sie sich in Dresden und Leipzig auf einen Studienplatz in Psychologie beworben. Sie hofft, dass sie in Leipzig studieren kann. Dort sind die Anforderungen höher, man muss mindestens eine 1,1 vorlegen. In Dresden reicht die Note 1,5. "Ich finde es interessant, warum man sich wie verhält und überhaupt, wie Menschen sich verhalten", erzählt sie. Sie sieht viele Möglichkeiten, später als Psychologin zu arbeiten: Arbeits- und Organisationspsychologie, Werbepsychologie oder als Schulpsychologin. Das findet sie besonders gut. Aber festlegen will sie sich erst während des Studiums. "Das ist ein spannendes Feld und es gibt viele Richtungen".

Zu ihrer Abiturnote sagt Linda Gronem: "Ich wollte gut sein, aber nicht unbedingt die Beste." Sie hat die Leistungskurse Deutsch und Englisch besucht. Dabei hat ihr Englisch am meisten Spaß gemacht. Auch Kunst war ein beliebtes Fach. Dass sie kreativ ist, lebt sie auch in ihrer Freizeit aus. Sie zeichnet gerne, am liebsten Portraits.

Zur Nachprüfung trat sie im Fach Gemeinschaft, Recht und Wirtschaft an. Das war das einzige, in dem sie "nur" 13 Punkte hatte. Die Höchstzahl beträgt 15. "Das war ja kein Risiko", begründet sie den Mut zur Nachprüfung. Die Prüfungsfragen drehten sich darum, wie Wahlen funktionieren und um die Aufgaben der Verfassungsorgane. Auch die aktuelle Politik spielte eine Rolle.

Bis zum Beginn des Studiums will Linda Gronem jetzt noch viel Zeit mit ihren Freunden verbringen.

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