Eine Region stellt sich vor

Die 3. Westerzgebirgische Leistungsschau bündelt Unternehmen, Handwerker, Vereine und Privatpersonen - gelaufen ist die Messe am Samstag im Gutshof Wernesgrün.

Wernesgrün.

Nach Aue und Schneeberg fand die Westerzgebirgische Leistungsschau diesmal in Wernesgrün statt. Dort haben sich, organisiert vom Verein Zukunft Westerzgebirge, 35 Aussteller präsentiert, ein Drittel davon aus dem Vogtland. Hintergrund: Die Kommunen Steinberg, Auerbach und Morgenröthe-Rautenkranz gehören zur Leader-Region Westerzgebirge, dem Pendant zum Leader-Verein "Sagenhaftes Vogtland" beispielsweise. Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos): "Die Förderungen von Leader gehen viel in den privaten Bereich hinein und es werden kleine Handwerks- und Familienbetriebe unterstützt bei ihren Maßnahmen." Auch Kommunen und Vereine profitierten von Leader, so Deckert weiter. Ein Beispiel sei der Kletterpark im Waldpark Grünheide, der mit Förderung errichtet wurde.

Unabhängig von geförderten Projekten ging es am Samstag in Wernesgrün darum, Netzwerke zu knüpfen: "Mit der Leistungsschau gibt man Unternehmen die Möglichkeit, die eigene Arbeit und Produkte zu präsentieren und mit vielen Leuten ins Gespräch zu kommen. Es können Berufe vorgestellt werden und es ergibt sich die Gelegenheit, Fachkräfte anzusprechen", erklärt Wolfgang Leonhardt, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Zukunft Westerzgebirge.

Andreas Gruner (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Steinberg sagt: "Wir haben in der Vergangenheit schon häufig profitiert. Es gab bisher zehn Projekte, die wir dank Leader umsetzen konnten." Die Leistungsschau sei wichtig: "Wir tun gut daran, uns als Region positiv nach außen zu präsentieren. Man sieht es an den Ausstellern, wie viele hoch spezialisierte und technisierte Unternehmen es gibt. Wir brauchen uns nicht zu verstecken."

In die Zukunft geschaut sagt Gruner: "Das aktuelle Leader-Projekt größerer Art ist der Neubau eines Radweges zwischen Rothenkirchen und Stützengrün." Am Vorhaben beteiligt sind zudem Rodewisch und Crinitzberg. Am 13. September soll der erste Spatenstich erfolgen.

Auf einen baldigen Start für ihr Vorhaben hoffen auch die Ergotherapeutin Katja Sandler und ihr Mann Kai aus Rebesgrün. Zur Leistungsschau sagen sie: Es sei besonders interessant, andere kennenzulernen, die Dinge mit Hilfe der Leader-Förderung umgesetzt haben. Die Beiden haben für die Zukunft einiges vor. So soll in Rebesgrün eine alte Scheune zum Ergotherapie-Zentrum umgebaut werden.

Besucherin Doreen Pilz ist begeistert. Die Stützengrünerin hat sich mit ihrer Familie umgeschaut, unter anderem auch am Stand des Heimatvereins Steinberg bei Nadine Schädlich. Pilz sagt: "Es ist schön, dass sich viele ortsansässige Vereine und Unternehmen zeigen." Ihr Mann Danny ergänzt: "Die Leistungsschau ist eine gute Sache und etwas Regionales, was man mitnehmen sollte." Was in den Vormittagsstunden etwas zögerlich begann, hat sich am Nachmittag gesteigert, sodass sich die Veranstalter zufrieden zeigen mit der Resonanz.

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