Ellefeld bietet bald mehr freies Internet

Ein Bürgermeister als "Goldfinger": Mit einem Klick zur rechten Zeit hat Jörg Kerber der Kommune 15.000 Euro gesichert.

Ellefeld.

Freies W-Lan-Netz zur kostenlosen Nutzung des Internets gibt es in der Gemeinde Ellefeld bereits seit vergangenem Herbst - vier sogenannte "Hotspots" waren damals im Gemeindegebiet installiert worden. Nun ist der Weg frei für eine Erweiterung des Netzes: Bei einer Versteigerungs-Aktion im Internet hat die Gemeinde den Zuschlag für einen Gutschein von 15.000 Euro erhalten. "Es ging um Schnelligkeit - ab einem bestimmten Zeitpunkt musste man klicken, um sich zu bewerben", erläutert Bürgermeister Jörg Kerber (parteilos). Das übernahm er persönlich, war Sekundenbruchteile schneller als die Mitbewerber, und sicherte seiner Kommune damit den Zuschuss. Die Aktion lief über die Seite "Wifi4EU", in korrektem Englisch "Wifi for you", das Geld kommt von der Europäischen Union. Diese will damit "kostenlosen Internetzugang in Parks, auf großen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Bibliotheken, Gesundheitszentren und Museen überall in Europa" ermöglichen. Wie genau das Geld in Ellefeld verwendet werden soll - ob zum Beispiel für einen Ausbau der vorhandenen "Hotspots" oder die Installierung von weiteren solchen Sendepunkten - darüber müsse der Gemeinderat noch entscheiden, so Kerber. Mit den 15.000 Euro sollte einiges möglich sein: Die Einrichtung im vergangenen Herbst hatte 23.000 Euro gekostet.

Nach Angaben des Bürgermeisters gibt es für das bestehende W-Lan-Netz viele positive Rückmeldungen. "Wir tun vor allem unseren jungen Leuten etwas Gutes, es hat ja nicht jeder eine Flatrate", meint Kerber.

Eine Bürgerumfrage hatte 2018 großes Interesse an dem kostenlosen und frei verfügbaren Internet bezeugt, daraufhin plädierte der Gemeinderat für die Einrichtung von "Ellefeld.Wifi" mit Routern am Sportplatz Jahnstraße, an der Turnhalle Turnstraße, am Marktplatz sowie am Oberen Schloss an der Hammerbrücker Straße. "Natürlich haben wir nicht ganz die Zugriffszahlen wie auf dem Alexanderplatz", scherzt Kerber. "Aber für unsere Verhältnisse ist die Nutzung schon sehr gut."

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