Erfahrene Truppe will sich für Reumtengrün stark machen

Mit der Hauptstraße hat der neue Ortschaftsrat einen Dauerbrenner auf dem Tisch. Ein Termin für den Bau ist nicht in Sicht.

Reumtengrün.

Uwe Ebert will sich auch in den nächsten fünf Jahren als Ortsvorsteher für die Entwicklung von Reumtengrün einsetzten. Seit zehn Jahren im Amt, ist der 58 Jahre alte Bauunternehmer am Montagabend in der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates wiedergewählt worden. "Zusammen sind wir eine schlagkräftige Truppe, der es auch in Zukunft gelingen sollte, etwas für die Bürger unserer Heimatgemeinde zu bewegen", sagte Ebert nach der Wahl und der Verpflichtung, die Knut Kirsten für die Stadtverwaltung Auerbach vornahm.

Bis auf Neuling Gunther Stich gehören dem Ortschaftsrat Räte mit langjähriger Erfahrung an. Verstärkung bekommt das ausschließlich mit Vertretern der Bürgerinitiative Reumtengrün besetzte Gremium demnächst noch durch Michael Guld, der nach Eberts Wahl in den Ortschaftsrat nachrücken wird.


So wie sich die Mitglieder des Ortschaftsrates lange kennen, so kennen sie lange die Probleme, die in der der Auerbacher Ortschaft auf eine Lösung warten. Ganz oben auf der Liste stehen der Zustand der Hauptstraße und das Fehlen von Fußwegen entlang dieser viel befahrenen Staatsstraße, die sich durch das Dorf zieht.

Zwischen der Kommunalwahl im Mai und konstituierender Sitzung machte der Ortschaftsrat keine Sommerpause. Stattdessen wurde die Zeit vor der Landtagswahl genutzt, um beim Landtagsabgeordneten Sören Voigt (CDU) Unterstützung in puncto Hauptstraße und den Bau von Geh- und Radwegen einzufordern, berichtete der Ortsvorsteher von Gesprächen. Voigt solle sich dafür einsetzen, dass die Reumtengrüner mit ihrem Anliegen Gehör finden. Spätestens nach der Fertigstellung der Ortsumgehung Göltzschtal, "denn damit hängt alles zusammen", wie der Ortsvorsteher erklärte.

Auf der Umgehungsstraße werde der Verkehr frühestens 2021 rollen, danach sei die Rückstufung der Staatsstraße zur Kreisstraße zu erwarten. Das müsse mit verbindlichen Zusagen für die Sanierung der Hauptstraße und den Bau von Fußwegen dort einhergehen, erneuerte der Ortsvorsteher die Forderung der Reumtengrüner an Stadt, Kreis und Freistaat. Zudem wurden in einem Brief an den Landtagsabgeordneten Verbesserungen beim Radweg nach Auerbach über Richardshöhe gefordert: Die Wunschliste reicht von einer Verbreiterung der Brücke über die neue B 169 für einen Fuß- und Radweg bis zum Schließen bestehender Lücken im Wegenetz.

Wie belastend die Situation von Anliegern der Hauptstraße empfunden wird, zeigte eine Wortmeldung in der Bürgerfragestunde. Zum wiederholten Mal wurde der zunehmende Lkw-Verkehr beklagt. Das Verkehrsaufkommen habe sich seit dem Bau der Göltzschtalumgehung bei Falkenstein noch verstärkt. "Die Kipper geben der Straße den Rest", fasste ein Anlieger zusammen. Der Ortsvorsteher zeigt Verständnis, machte aber auch klar: "Vor der Freigabe der Göltzschtalumgehung ist keine Änderung in Sicht."

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