Erholungsorte ziemlich zufrieden

Fühlen sich die Bewohner der Auerbacher Ortsteile ausreichend berücksichtigt? Bei der "Freie-Presse"-Umfrage gab es ein geteiltes Bild. Wir fragten bei Ortsvorstehern nach.

Schnarrtanne/Beerheide.

Udo Löschner, Ortsvorsteher von Schnarrtanne, bezeichnet die Zusammenarbeit mit der Stadt Auerbach als "grundsätzlich gut": Im Rathaus habe man "immer ein offenes Ohr" für die Anliegen der Schnarrtanner. Angesichts finanzieller Zwänge könnten natürlich nicht alle Wünsche erfüllt werden. Trotzdem versuche man vieles anzuschieben. Als einen Meilenstein erwähnt er die neue Kindertagesstätte. Stolz ist man auf die eigene Kirche im Ort. Eine runde Sache sei das Heimatfest gewesen, jetzt stelle man schon die Weichen für das Fest im nächsten Jahr. Froh ist Löschner darüber, dass der Zwav seit zwei, drei Jahren endlich die leidigen Probleme mit der Kläranlage in den Griff bekommen hat: "Das war für uns seit langem ein Schwerpunkt." Auch die stundenweise Öffnung des Hauses des Gastes mit seinem neuen Walderlebniszimmer ist den Schnarrtannern sehr wichtig. Löschner betont die gute Zusammenarbeit mit dem Waldpark Grünheide, dessen Territorium ebenfalls zum Ortsteil zählt. Und er erwähnt den seit kurzem verfügbaren Schnarrtanner Internet-Auftritt.

Allerdings fehlt auch eine ganze Menge in Schnarrtanne: Es gibt weder Kaufhalle noch Bäcker oder Fleischer, die Schule ist ebenso geschlossen wie seit kurzem die Sparkasse. "Um die Sparkasse haben wir uns bemüht, der Verlust stimmt uns traurig", so Löschner. Gegen diesen Strukturwandel könne man letzten Endes aber leider wenig tun.


Schnarrtanne und Beerheide eint der Einsatz für die Verteidigung des Titels "Erholungsort", die derzeit ansteht und von der Stadt für ihre Ortsteile organisiert wird. Beerheides Ortsvorsteherin Bettina Groth fühlt sich nach eigenem Bekunden "recht wohl" in Auerbach: "Wir gehen die Dinge gemeinsam an." So sei die Gestaltung des Ortskerns auf gutem Weg: Im Bereich zwischen Kita und Kirche sollen zwei alte Gebäude abgerissen und statt dessen eine Freifläche angelegt werden. Bisher fehle so etwas im Ortszentrum.

Mit dem Straßenbau sei man "eigentlich durch", in dieser Hinsicht sei auch zu Zeiten der Selbstständigkeit schon viel gemacht worden: "Man muss aber immer dran bleiben." Ansonsten sei Beerheide ein attraktiver Wohn- und Erholungsort, der im Gegensatz zu den meisten anderen Kommunen seit 1990 sogar eine wachsende Bevölkerung zu verzeichnen habe: Die Einwohnerzahl sei in dieser Zeit um drei Prozent gestiegen. "Die ausgewiesenen Wohngebiete sind nahezu voll, aber etwas Bauland gibt es noch." Der Bedarf sei da, und die meisten leer stehenden Häuser im Ort würden schnell nachgenutzt. Was machbar sei, werde auch realisiert: "Wir erträumen uns keine Luftschlösser."

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